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Maskenmann-Prozess ein „Indizienpuzzle“

Urteil im Maskenmann-Prozess erst am Freitag Maskenmann-Prozess ein „Indizienpuzzle“

Der Maskenmann-Verteidiger Christian Lödden hat im Prozess am Montag klare Worte gefunden. Er fordert einen Freispruch für Mario K. Es sei ein Puzzle aus Indizien mit unglaubwürdigen Zeugen und einem Hammer, mit dem alles passend gezimmert werde. Ein Urteil haben die Richter allerdings noch nicht gefällt. Das ist erst für Freitag angesetzt.

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Der Angeklagte Mario K. verdeckt mit einem Hefter sein Gesicht neben seinem Anwalt Christian Lödden.

Quelle: dpa-Zentralbild

Frankfurt (Oder). Im Maskenmann-Prozess hat der Verteidiger des Angeklagten Mario K. die Staatsanwaltschaft scharf angegriffen. „Sie versuchen mit aller Staatsmacht den Falschen zu hängen“, so Anwalt Christian Lödden in seinem Plädoyer. Staatsanwalt Jochen Westphal habe das Indizienpuzzle krampfhaft passend gemacht, um den Berliner Dachdecker Mario K. als Täter zu präsentieren. Dabei gebe es, anders als von den Anklägern dargestellt, keinerlei Belege dafür, dass der 47-jährige Angeklagte Zugang zu einer Waffe und Munition gehabt hatte, die bei der Entführung eines Bankers und einem von zwei Überfälle auf eine Unternehmerfamilie verschossen wurde. Die Verteidigung fordert Freispruch, die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags für den mutmaßlichen Maskenmann.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, 2011 und 2012 Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen und einen Manager entführt zu haben. Bei einer der Taten wurde ein Wachmann niedergeschossen, der seitdem im Rollstuhl sitzt. Der Angeklagte, der zuletzt in Berlin gewohnt hatte, bestreitet die Taten.

Während des Prozesses hatten mehrere Beamte der Soko „Imker“ die Ermittlungen kritisiert. Zu schnell habe man sich auf den Dachdecker als Verdächtigen festgelegt. Andere Spuren wurden nicht mehr verfolgt, etwa die zu einem Ex-Polizisten.

MAZ-Kommentar: Im Zweifel für den Angeklagten >>

Von Marion Kaufmann

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MAZ-Kommentar zum Maskenmann-Prozess

Über ein Jahr ist in Frankfurt (Oder) darüber verhandelt worden, ob Mario K. der Maskenmann ist, der eine Millionärsfamilie überfallen und einen Manager entführt haben soll. Das Gericht meint Ja und hat ihn am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt. MAZ-Redakteurin Marion Kaufmann meint, dass dieses Urteil unbefriedigend ist, denn viele Fragen bleiben ungeklärt.

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