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Brandenburg Massenkarambolage im Schneesturm
Brandenburg Massenkarambolage im Schneesturm
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09:37 12.01.2017
Mehrere Lkw und Autos sind auf der A 10 nahe dem Schönefelder Kreuz kollidiert. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Neuer Schneefall hat am Mittwochnachmittag in Brandenburg und Berlin zu zahlreichen Unfällen geführt. In Brandenburg ereigneten sich innerhalb von 24 Stunden (5.00 Uhr bis 5.00 Uhr) 90 witterungsbedingte Unfälle mit 23 Verletzten, so die Polizei in Potsdam.

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Innerhalb von etwas mehr als vier Stunden zählte das zentrale Polizeipräsidium des Landes Brandenburg mehr als 140 Unfälle

Massenunfall auf der A 10

Einen besonders schweren Unfall gab es am Nachmittag auf der Autobahn 10 unweit des Schönefelder Kreuzes. In die Karambolage waren am Mittwochnachmittag neun Lastwagen und fünf Autos verwickelt. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, zwei leicht, wie die Polizei mitteilte. Auslöser des Unfalls war ersten Ermittlungen zufolge ein Fahrzeug, das zu schnell oder zu langsam auf die Autobahn auffuhr. Andere Fahrer hätten nicht mehr rechtzeitig bremsen können, weil sie zu schnell und mit zu geringem Abstand gefahren seien, hieß es.

Aufgrund des starken Berufsverkehrs bildete sich ein kilometerlanger Rückstau in Fahrtrichtung Magdeburg/ Schönefelder Kreuz. Am Donnerstagmorgen gegen 3.45 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen, so ein Polizeisprecher. Die Fahrbahn Richtung Magdeburg war noch gereinigt worden, beschädigte Schutzplanken wurden repariert. Der Gesamtsachschaden beträgt mehrere hunderttausend Euro.

Auch auf der Bundesstraße 97 bei Spremberg gab es einen schweren Unfall mit mindesten einem Schwerverletzten, als ein Auto in den Gegenverkehr geriet.

Auf der Autobahn 24 unweit der Anschlussstelle Fehrbellin stürzten am Dienstagabend große Eisplatten von einem Lastwagen. Die Frontscheibe des dahinter fahrenden Autos wurde beschäftigt, wie die zuständige Polizei berichtete.

Zahlreiche Unfälle im Norden Brandenburgs

In der Prignitz hat das Schneetreiben am Mittwoch zu zahlreichen, teils schweren Unfällen geführt. Allein zwischen 13 und 15.30 Uhr ereigneten sich 16 Unfälle. So landete ein Linienbus auf einem Acker, eine Mutter mit Kind an Bord geriet in die Leitplanke, eine Zugmaschine fuhr gegen einen Baum. Auch im Landkreis Oberhavel gab es innerhalb weniger Stunden 15 Unfälle.

Unfallbilanz für die Prignitz

Unfallbilanz für Ostprignitz-Ruppin

Unfallbilanz für Oberhavel

An der Autobahnauffahrt Michendorf kam es am Nachmittag zu einem Auffahrunfall Quelle: Julian Stähle

Viele Unfälle auch in Berlin

In Berlin wurden allein zwischen 15.00 und 16.00 Uhr 57 Verkehrsunfälle registriert. Wie viele davon witterungsbedingt waren, könne man noch nicht sagen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Im selben Zeitraum am Vortag waren 27 Unfälle gemeldet worden.

Die U-Bahnen und die Straßenbahnen in Berlin wurden durch den Schneefall kaum beeinträchtigt. Doch bei den Bussen kam es im gesamten Stadtgebiet zeitweise zu leichten Verspätungen.

Zu Verspätungen kam es auch auf den Flughäfen Tegel und Schönefeld. Aber die Beeinträchtigungen hätten sich in Grenzen gehalten, teilte ein Sprecher der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit. Man sei gut vorbereitet und habe zum Beispiel auf Twitter Passagiere darauf hingewiesen, mehr Zeit einzuplanen und den Flugstatus zu checken.

Sturmtief bringt weiter ungemütliches Winterwetter

Ein nordatlantisches Sturmtief bringt der Region auch in den kommenden ungemütliches Winterwetter.

Wetteraussichten für Brandenburg

Am Donnerstag wird der Schnee überwiegend verschwunden sein. Es sind jedoch vereinzelte Graupelgewitter möglich. In der Osthälfte ist erneut mit Frost bis -3 Grad zu rechnen, so der DWD.

Am Freitag setzt sich das unbeständige Wetter mit zeitweiligem Schneeregen, Schnee und örtlicher Glättegefahr fort. Die Höchsttemperatur liegt um 3 Grad. Der schwache bis mäßige Wind weht aus West bis Südwest.

Auch in der Nacht zu Sonnabend ist es wolkig bis stark bewölkt und örtlich fällt Schneeregen oder Schnee. Die Temperatur geht auf 0 bis -3 Grad zurück. Es besteht weiter Glättegefahr.

Ende der kommenden Woche könnten die Tiefsttemperaturen sogar auf minus 14 Grad sinken, heißt es in einer 15-Tage-Prognose des Deutschen Wetterdienstes.

Von MAZonline mit dpa

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