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Brandenburg Mauer-Ballons werden Müllproblem
Brandenburg Mauer-Ballons werden Müllproblem
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19:15 09.11.2014
Quelle: Claudia Wegworth
Potsdam

Um an den Verlauf der ehemaligen Grenze zu erinnern und den Einsturz der Mauer nachzuzeichnen, werden zum 25-jährigen Jubiläum etwa 7000 Ballons aus Naturkautschuk in den Himmel steigen. Das Problem: Viele von ihnen fliegen anschließend hunderte von Kilometern weit, um dann als Plastikmüll aufs Land oder ins Wasser hinab zu fallen. Dieser Plastikmüll ist eine tödliche Gefahr für Fische, Vögel und andere Lebewesen. Die Tiere könnten die Ballons etwa mit Nahrung verwechseln und qualvoll daran verenden. Vor allem Vögel könnten sich an Ballonschnüren strangulieren.

Ein Problem das nicht hätte sein, müssen findet die Berliner Künstlerin Claudia Wegworth. Im Vorfeld der Aktion hatte die in Berlin lebende Künstlerin und Naturschützerin teilnehmende Politiker und Umweltverbände vergeblich gebeten, auf den Veranstalter einzuwirken und kleine Änderungen im Ablauf des Events vorzuschlagen: Statt die beleuchteten Ballons in den Himmel zu entlassen, hätte man sie auf den Stehlen belassen und einfach ihr Licht löschen können, um die symbolische Auflösung der Mauer zu visualisieren. Eine umweltgerechte Entsorgung wäre dann problemlos möglich gewesen.

Es dauert bis zu acht Monate, bis sich dieser Ballon zersetzt hat. Quelle: Claudia Wegworth

Ballons erzeugen Müllteppich von mehr als 2 Quadratkilometern

Die Künstlerin weist darauf hin, dass durch die etwa 7000 Ballons mit einem Durchmesser von 60 cm ein Müllteppich von mehr als 2 Quadratkilometern entstehen wird. Auch wenn der Veranstalter auf die Kompostierbarkeit seiner Ballons verweist, so ändert laut Wegworth keineswegs etwas an den Folgen dieser Aktion für die Umwelt: Naturkautschuk muss demnach vulkanisiert werden, um zu Ballons verarbeitet zu werden und braucht anschließend mindestens 8 Monate, um sich unter speziellen Bedingungen abzubauen.

Unter dem Motto „Return to sender“ möchte Claudia Wegworth dafür sorgen, möglichst viele Ballons wieder einzusammeln und nach Berlin zurückholen, bevor sie  zur Gefahr für Tiere und Umwelt werden. Auch soll mit Bildern und Überesten ein Kunstprojekt entstehen, das auf die Problematik hinweist. Laut Wettervorhersage wird der Wind am Sonntagabend aus Süd/Südost wehen und je nach Windstärke werden die Ballons  bis zur Nord- und Ostsee fliegen oder weiter und sich über ganz Norddeutschland verteilen.

Die Künstlerin hat eine Email-Adresse eingerichtet, wo sich Menschen, die einen Ballon der Aktion „Lichtgrenze“ oder seine Überreste finden, mit Angabe zum Fundort melden können. Sie lautet: return_to_sender@gmx.net

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