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Maurice’ Eltern sind überwältigt und dankbar

Spenden für schwer krankes Kind Maurice’ Eltern sind überwältigt und dankbar

Das Schicksal des an einem lebensgefährlichen Gehirntumor erkrankten Maurice (12) aus Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) sorgt für große Anteilnahme. Seit Sonntag steht fest, dass die Familie das nötige Geld für eine teure Theraphie in den USA dank Spenden zusammen hat - die letzte Hoffnung für den Jungen. Die Familie äußert sich im MAZvideo.

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Der 12-jährige Maurice verbrachte mit seinen Eltern ein Wochenende zu Hause in Blankenfelde-Mahlow.
 

Quelle: FOTO: STÄHLE

Blankenfelde-Mahlow.  Das Schicksal des an einem lebensgefährlichen Gehirntumor erkrankten 12-jährigen Maurice aus Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) sorgt für große Anteilnahme. Seit Sonntag steht fest, dass die Familie das nötige Spendengeld für eine teure Spezialtheraphie in den USA zusammen hat, die als letzte Hoffnung für den Jungen gilt. Insgesamt kamen über 300 000 Euro zusammen.

Maik Wegener, der Vater des Jungen, ist überglücklich. „Das hätte ich nie gedacht. Bei der Summe habe ich richtig zittrige Hände“, sagte er. Das Geld soll für eine Immuntherapie in einem Krankenhaus in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee verwandt werden. Dorthin will die Familie möglicherweise noch im Dezember, aber spätestens im Januar aufbrechen. Derzeit unterzieht sich Maurice noch einer Chemotherapie am Helios-Klinikum in Berlin-Buch, die Mitte Dezember zu Ende ist.

Tumor zwischen Stammhirn und Rückenmark

Ende September fanden nach einer Klassenfahrt Ärzte im Kopf von Maurice einen besonders aggressivem Tumor zwischen Stammhirn und Rückenmark („diffuses intrinsisch Ponsgliom“). Er gilt als nicht operabel. Nötig wäre eine teure und riskante Therapie mit dem Medikament Nivolumab, das für diese Krebsart in Deutschland aber noch nicht zugelassen ist. Eine Jahresbehandlung mit dem Mittel kostet rund 100 000 Euro, dazu kommen Arztkosten, Aufenthalt und Flug. Eine Erfolgsgarantie aber gebe es nicht, heißt es. „Wir geben unseren Jungen nicht auf und werden alles versuchen“, sagt Vater Maik, der selbst mit Ärzten im Ausland in regem Kontakt steht und alle Möglichkeiten auslotet. Die kalkulierte Summe von rund 200 000 Euro ist sogar deutlich überboten, wie die Familie mitteilte.

Besuch vom Bürgermeister

 Am Wochenende war Maurice vorübergehend zu Hause und bekam Besuch vom Bürgermeister der Kommune, Ortwin Baier (SPD). Der brachte dem bekennenden Star-Wars-Fan Maurice einen Weihnachtskalender mit – natürlich von Star Wars. „Wir unterstützen die Familie, wo es nur geht“, sagte Baier, der selbst auch zu Spenden aufgerufen hatte.

Bürgermeister Ortwin Baier zu Besuch

Bürgermeister Ortwin Baier zu Besuch

Quelle: Julian Stähle

Die Eltern Maik und Katrin bangen weiter. „Wir sind für die Hilfe unendlich dankbar“, sagte Katrin Wegner, die als Krankenschwester arbeitet. Maik Wegner ist Kriminalkommissar bei der Berliner Polizei. Er hat eine Internetseite eingerichtet, auf der er regelmäßig über den Stand der Behandlung seines Sohns berichtet.

 Maurice, der nur wenige Meter laufen kann und einen Rollstuhl hat, will tapfer bleiben. „Mir geht es im Augenblick ganz gut“, erzählte er. Im Krankenhaus seien alle nett zu ihm, er habe auch ein schönes Spielzimmer. Ein deutschsprachiger Rapper vom Star-Wars-Club Hannover habe ihm sogar extra ein Lied geschrieben, das er sich des öfteren anhört. Es heißt: „Kraft – für Maurice“.

Von Igor Göldner

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