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Max Klaar weist Radikalismus-Vorwürfe zurück

Mehr Spenden als angenommen von umstrittener Stiftung Max Klaar weist Radikalismus-Vorwürfe zurück

Geld stinkt nicht: Max Klaar leitet die umstrittene Stiftung Preußisches Kulturerbe. Allein in diesem Jahr flossen drei Millionen aus seiner Kasse – mehr als angenommen. Klaar weist indes jeglichen Radikalismus zurück. Außerdem habe die Privatperson nichts mit der Stiftung zu tun. Doch wer sich bei ihm nicht bedankt, der bekommt von der Stiftung auch nichts mehr.

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Max Klaar, Vorstand der Stiftung Preußisches Kulturerbe.

Quelle: Foto: Christel Köster

Potsdam.
Die umstrittene konservative Stiftung Preußisches Kulturerbe (SPKE) hat weit mehr Geld für die Sanierung kirchlicher Projekte ausgegeben als bislang bekannt. Allein in diesem Jahr flossen bereits drei Millionen Euro für die Sanierung von Kirchen und Denkmälern. Das gab der Stiftungsvorsitzende Max Klaar am Donnerstag auf MAZ-Anfrage bekannt. Unter den Empfängern sind nach seinen Angaben mit der Nikolaikirche (690. 000 Euro), der Kirche Bornim (700.000 Euro) und der katholischen St. Antonius Kirche (90.000 Euro) drei Kirchen in der Landeshauptstadt.

Die Verwendung von Spenden der Stiftung ist umstritten, seit Äußerungen des Stiftungsgründers publik wurden, der die alleinige Verantwortung Deutschlands für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Frage stellt. Die evangelische Landeskirche hat indes ihre Mitgliedsgemeinden aufgefordert, auf Geld von dieser Stiftung zu verzichten. Der Landtag debattiert, ob 25.000 Euro zurück gezahlt werden, die von der SPKE für Figuren an der Stadtschlossfassade kamen.

„Wer nicht Danke sagt, der kriegt auch nichts mehr“

Keine Diskussion gibt es bislang über den Umgang mit der Neptungruppe am Potsdamer Lustgarten, für deren Rekonstruktion die Stiftung 125 000 Euro überwies. Laut Klaar gab es nach der Aufstellung der Tritonfigur Nummer 9 im Mai 2014 keine weitere Überweisung, weil die Stadt sich weder mit einem Schreiben, noch mit einem Hinweisschild bedankte. Klaar: „Wer nicht Danke sagt, der kriegt auch nichts mehr.“ Der Wiederaufbau läuft unter Regie eines Fördervereins, die Stadt koordiniert und begleitet Ausschreibung und Umsetzung der Arbeiten. Zur feierlichen Aufstellung des Tritons sprach Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Dessen Sprecher Stefan Schulz verwies am Donnerstag auf MAZ-Anfrage darauf, dass die Spende an den Rotary Club gegangen sei: „Insofern wollen wir uns einer Kommentierung enthalten.“

Radikal? Niemals...

Klaar kritisiert, dass es in der öffentlichen Diskussion keine Trennung zwischen seiner Person und der Stiftung gäbe. Den Vorwurf des Radikalismus wies er zurück: „Ich habe mit Radikalismus so viel zu tun wie ein Bulle mit dem Eierlegen.“ Die SPKE ist aus der 1984 in Iserlohn gegründeten Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel hervorgegangen, die schon vor dem Mauerfall Spenden für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche sammelte. Im Streit um ein von Politikern und der evangelischen Kirche favorisiertes Konzept zur Gründung eines Versöhnungszentrums in der Garnisonkirche gab die SPKE ihren Rückzug aus dem Wiederaufbauprojekt bekannt. Für den Wiederaufbau der Garnisonkirche gesammelte Spendengelder in Höhe von 6,3 Millionen Euro werden auf andere Projekte verteilt. Laut Klaar hat bisher noch keiner der knapp 40 Empfänger Geld zurück gegeben. Die SPKE, die bei weiter einlaufenden Spenden bisher insgesamt 5,3 Millionen ausschüttete, werde in diesem und dem nächsten Jahr weitere 3,3 Millionen Euro verteilen.

Von Volker Oelschläger

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Kommentar zu Geldern von umstrittener Stiftung

Großzügig, aber umstritten: Max Klaar hat mit seiner Stiftung Preußisches Kulturerbe Millionen in verschiedene Projekte gesteckt. Nach zweifelhaften Äußerungen der evangelischen Kirchenchefs in Brandenburg, Schuld am Zweiten Weltkrieg sei nicht nur Deutschland, ist der Aufschrei ist groß. Gelder sollen zurück. MAZ-Redakteur Ulrich Wangemann sieht das anders.

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