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Mehr Erzieher für Brandenburgs Kitas

Schon ab August werden 500 zusätzliche Betreuer für die Krippenkinder eingesetzt Mehr Erzieher für Brandenburgs Kitas

SPD-Fraktionschef Klaus Ness ließ es sich nicht nehmen, die für Rot-Rot so angenehme Nachricht als Erster zu verkünden. Brandenburg wird ein Jahr eher zusätzliche Kita-Erzieher einstellen als ursprünglich geplant, teilte Klaus Ness nach der gestrigen Fraktionssitzung mit.

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Quelle: dpa

Potsdam. Schon ab August würden danach 500 zusätzliche Erzieher eingestellt. Im kommenden Jahr sollen weitere 500 folgen. Damit würde sich bei den bis Dreijährigen künftig eine Betreuerin um fünf statt wie bisher um sechs Kinder kümmern. Der vereinbarte Vier-Stufenplan sieht weiter vor, ab 2017 und 2018 mit weiteren 500 Stellen den Betreuungsschlüssel der Drei- bis Sechsjährigen von einer Erzieherin für zwölf Kinder auf elf Kinder zu verbessern. Nach dem Koalitionsvertrag von SPD und Linke sollten die Neueinstellungen in Kitas erst im kommenden Jahr beginnen. Fraktions chef Ness sprach von Zusatzkosten in Höhe von jährlich 40 Millionen Euro.

Hinter den Kulissen ist innerhalb der Koalition ein Streit entbrannt, wer die Idee für die vorfristige Erhöhung des Betreuungsschlüssels hatte. Bei den Linken ging man davon aus, dass die Nachricht gemeinsam der Öffentlichkeit mitgeteilt wird. Dass Ness damit unabgesprochen seine Pressekonferenz bestritt, wird als unanständiges Vorpreschen gesehen. Der Linken-Abgeordnete Rene Wilke fühlt sich vom Koalitionspartner SPD „über den Tisch gezogen“, wie er empört auf seiner Facebook-Seite mitteilt. Und findet deftige Worte: „Das ist einfach zum Kotzen und unanständig!“

Offiziell für die Linke äußert sich die Abgeordnete Gerrit Große, die ganz im Sinne der Koalition den Stufenplan lobt. „Eltern, Kinder und Kita-Erzieherinnen können aufatmen“, erklärt sie. Und sagt auch, wem dies zu verdanken sei: den Linken. „Wir freuen uns, dass die SPD-Seite jetzt unserer Forderung nachgekommen ist.“ Damit sei ein Kompromiss aus den Koalitionsverhandlungen vom Tisch, so die Bildungspolitikerin Große.

Während auch die Grünen den Schritt begrüßen, pocht das SPD-geführte Bildungsministerium von Günter Baaske darauf, selbst Initiator gewesen zu sein. „Das war eine ursprüngliche Baaske-Idee“, sagt sein Sprecher Florian Engels.

Von Igor Göldner

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