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Brandenburg Mehr Messerattacken in Brandenburg
Brandenburg Mehr Messerattacken in Brandenburg
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13:37 10.07.2018
Klappmesser mit feststellbarer Klinge. Quelle: dpa
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Potsdam

Messerattacken im Land haben seit 2015 um rund ein Viertel zugenommen. Erfasste die Polizei vor drei Jahren noch 308 Fälle, waren es im vergangenen Jahr 404. Das teilte die Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD mit. Die meisten Angriffe ereigneten sich der Landesregierung nach in Potsdam (48 Fälle im Jahr 2017), gefolgt von den Landkreisen Teltow-Fläming und Oder-Spree.

In Cottbus waren es im vergangenen Jahr 21 registrierte Fälle – Zahlen für 2018 gibt das Innenministerium erst 2019 frei. Das ist bundesweit zwischen allen Bundesländern so abgesprochen.

Der Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger an Messerattacken hat sich in den Jahren von 2015 bis 2017 von 28 auf 44 Prozent erhöht. In absoluten Zahlen läuft das auf eine Verdopplung der Anzahl von Tatverdächtigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit binnen drei Jahren hinaus.

Waren 2015 noch polnische Staatsbürger die Gruppe von Ausländern, aus der heraus am häufigsten Messer oder andere Stichwaffen gezückt wurden (13 Tatverdächtige), sieht das Bild für 2017 ganz anders aus: Von den 174 Tatverdächtigen waren 30 Syrer, 16 russische Staatsbürger – also vermutlich mehrheitlich Tschetschenen -, sowie 15 jeweils Afghanen und Iraner.

Ein Vergleich mit anderen Bundesländern ist schwierig, da es keine bundeseinheitliche statistische Erfassung gibt. Darauf drängt etwa die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG). Die Innenminister der Länder haben im Juni in Quedlinburg eine solche Vereinheitlichung besprochen.

In der Brandenburger Statistik sind Angriffe mit Haushalts- und Küchenmesser, Taschenmesser, Spring-, Fall-, Klapp- und Butterflymesser sowie Bajonett und Stilett erfasst.

Von Ulrich Wangemann

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