Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Mehr Schwangerschaftsabbrüche in Brandenburg
Brandenburg Mehr Schwangerschaftsabbrüche in Brandenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:28 27.02.2019
Bücher und Informationshefte liegen auf einem Tisch. Quelle: dpa/Jens Büttner
Potsdam

Rund 3800 Frauen haben im vergangenen Jahr in Brandenburg ihre Schwangerschaft abbrechen lassen. Damit nahmen Ärzte gut 50 Abtreibungen mehr vor als noch 2017, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht.

Einige Patientinnen aus Polen

Gut drei Viertel der Frauen hatten auch ihren Wohnsitz in Brandenburg, ein Fünftel kam aus dem Ausland. Im Nachbarland Polen sind Schwangerschaftsabbrüche nur aus medizinischen Gründen erlaubt.

• Lesen Sie auch:
Kompromiss zu Paragraf 219a: Was sich ändert und wie es weitergeht

Im Verhältnis zur Anzahl der Brandenburgerinnen im gebärfähigen Alter ist die Zahl der Abbrüche hingegen zurückgegangen. Kamen 2017 laut Statistik noch 72 Abtreibungen auf 10 000 Einwohnerinnen zwischen 15 und 50 Jahren, waren es 2018 nur 56. Das ist der niedrigste Wert seit der Erfassung 1997.

Für einige wäre es das erste Kind gewesen

Die meisten Abbrüche werden den Angaben zufolge in Brandenburg nach einer Beratung bei einer staatlich anerkannten Organisation durchgeführt. In gut 50 Fällen gab es medizinische Gründe für den Abbruch, in zwei Fällen handelte es sich um eine Schwangerschaft durch Missbrauch oder Vergewaltigung. Fast ein Drittel der Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen ließen, hatten noch keine Kinder.

Ende der 1990er Jahre gab es in Brandenburg jährlich rund 5000 Abtreibungen. Im Laufe der 2000er Jahre gingen die Werte zurück, ein Tiefstand war 2016 mit rund 3500 Abtreibungen erreicht. Bundesweit ist die Zahl der Abtreibungen nach einem zwischenzeitlichen Anstieg nun wieder leicht auf rund 101 000 Eingriffe gesunken.

Von RND/dpa/lin

In Berlin legten am zweiten Tag in Folge Lehrer und Erzieher die Arbeit nieder. In Brandenburg sind solche Szenen nicht zu erwarten. Dabei wird doch in Potsdam verhandelt.

27.02.2019

Die Zahl der tatverdächtigen Drogendealer in Brandenburg ist zwischen 2013 und 2017 stark gestiegen. Auch an Schulen griff die Polizei zu. Das zeigt eine Auswertung der Kriminalstatistik.

02.03.2019

Nach 25 Jahren will die Landesregierung das Kurorterecht reformieren. Kernpunkt des Gesetzentwurfs ist kostenloser Nahverkehr für alle Gäste. Davon könnten ländliche Regionen profitieren.

27.02.2019