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Brandenburg Mehr Tote auf Brandenburgs Straßen
Brandenburg Mehr Tote auf Brandenburgs Straßen
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10:39 27.01.2014
Quelle: dpa
Potsdam

Das geht aus der vorläufigen Verkehrsunfallstatistik des Landes hervor, die der MAZ vorliegt. Die endgültige Bilanz will Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) erst im Februar vorstellen.

Bezogen auf 100.000 Einwohner, wird Brandenburg bei der Zahl der Verkehrstoten damit vermutlich den schlechtesten Platz aller 16 Bundesländer belegen. 2012 kamen insgesamt 166 Menschen auf märkischen Straßen ums Leben.

Gestiegen ist nach den bisherigen Zahlen auch die Zahl der Verkehrsunfälle. Bis Ende November 2013 lag sie bei rund 73.900 – das entspricht einem Plus von 0,9 Prozent. Für das gesamte Bundesgebiet hat das Statistische Bundesamt für 2013 einen Rückgang der Unfälle um 0,2 Prozent prognostiziert.

Eine der Hauptunfallursachen bleibt überhöhte Geschwindigkeit. Der Anteil der Raser-Unfälle ist den vorläufigen Zahlen zufolge um insgesamt 14 Prozent gestiegen. Bei den Crashs mit tödlichem Ausgang gingen sogar 24 Prozent mehr auf das Konto von Rasern als im Vorjahreszeitraum.

Auffällig: Gleichzeitig wurden bei Kontrollen deutlich weniger Verstöße festgestellt als noch 2011. Die Zahl der bei Lasermessungen erwischten Raser sank um 50 Prozent. Auch 25 Prozent weniger Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss wurden gestoppt.

Dass die Fahrer besonnener geworden sind, glaubt Andreas Schuster, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), nicht. Seine Deutung ist eine andere: Im Zuge der Polizeireform gebe es deutlich weniger Verkehrskontrollen als früher. „Wenn Polizisten fehlen, müssen Aufgaben reduziert werden“, sagt Schuster. „Für das erklärte Ziel des Landes, die Zahl der Unfälle zu reduzieren, ist das natürlich kontraproduktiv.“

Für Lasermessungen und Alkoholtests am Straßenrand ist der Wach- und Wechseldienst der Polizei zuständig. Bei diesem gibt es aber gravierende Defizite, wie Innenminister Holzschuher vor zwei Wochen eingeräumt hatte. Statt den vorgesehenen 124 waren 2013 zeitweise nur 96 Streifenwagen pro Tag unterwegs. Holzschuher will den Streifendienst nun mit 150 zusätzlichen Beamten aufstocken.

„Deutlich zu wenig“, erklärt Peter Neumann, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DpolG). Die Polizisten seien fast nur damit beschäftigt, Unfälle aufzunehmen. Für Prävention blieben keine Kapazitäten. „Die Kontrollen kommen viel zu kurz“, so Neumann. Die Dunkelziffer bei Alkohol- und Raserfahrten sei dementsprechend hoch – und damit auch die Unfallgefahr.

Von Marion Kaufmann

Polizeimeldungen aus dem Land Brandenburg: MAZ-online.de/polizei

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