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Mehr als 230 Waldbrände in Brandenburg

Waldbrandgefahr Mehr als 230 Waldbrände in Brandenburg

Am Freitag gilt in weiten Teilen Brandenburgs die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Anhaltende Hitze und Trockenheit haben dazu geführt, dass die Zahl der Waldbrände rapide angestiegen ist. Waldbrandschutzbeauftragter des Landes, Raimund Engel, blickt mit Sorge auf die nächsten Tage.

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Über 240 Waldbrände gab es in Brandenburg bisher.

Quelle: Peter Geisler

Potsdam. Sommer, Sonne, Waldbrände. Gab es Mitte der Woche noch eine kurze Abkühlung für Brandenburgs Wälder, wird es bei Temperaturen um die 35 Grad wieder brenzlig. Das bestätigt Raimund Engel, Waldbrandschutz-Beauftragter des Landes, mit Blick auf die Wettervorhersagen für die kommende Woche. Am Freitag gilt in zehn Landkreisen bereits die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Die vier nördlichsten Kreise liegen mit Gefahrenstufe 4 nur leicht darunter. „Das Thema Waldbrand wird uns wahrscheinlich noch den ganzen August über beschäftigen“, sagt Engel.

Bei anhaltender Hitze und Trockenheit waren in Brandenburg im Lauf der Woche einige große Brände ausgebrochen, wie am Donnerstag bei Thyrow (Teltow-Fläming) und Hartmannsdorf (Oder-Spree). Insgesamt brannte es in diesem Sommer mehr als 240-mal auf über 300 Hektar Fläche, womit schon jetzt der sonst übliche Jahresschnitt überschritten ist. 2014 zählte der Landesbetrieb Forst nur 115 Brände auf 27,4 Hektar Wald. Allerdings war es schon einmal schlimmer: Im Jahrhundertsommer 2003 brannte es im Wald sogar 670-mal. „Diese Zahl werden wir in diesem Jahr wohl nicht erreichen“, hofft Brandenburgs Brandschutzexperte Engel.

Die Gefahr sei aber trotz vereinzelter Regengüsse noch lange nicht gebannt. „Durch die geringe Bewölkung und starke Sonneneinstrahlung hat uns die Brandgefahr schnell wieder eingeholt“, so Engel. Zudem frischte am Nachmittag der Wind aus Richtung Osten auf. „Das bedeutet kontinentales Klima mit trockener und warmer Luft.“

Angesichts der steigenden Zahl von Waldbränden fordert Benjamin Raschke, umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, einen schnelleren Umbau des Waldes von Kiefern- auf Mischwälder. „Brandenburgs Wälder bestehen zu 70 Prozent aus Kiefern, die besonders anfällig für Brände sind“, sagt Raschke. Auf der Sitzung des Umweltausschusses Anfang Juli habe Landesumweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) deutlich gemacht, dass er derzeit keine Möglichkeit sehe, das Tempo beim Waldumbau zu erhöhen. Nach Angaben des Umweltministeriums gibt es in Brandenburg seit Jahren bundesweit die meisten Waldbrände.

Von Luise Fröhlich

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