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Mehr als 3000 Grippefälle in Brandenburg

Zahl verdreifacht Mehr als 3000 Grippefälle in Brandenburg

Husten und Niesen, Glieder- und Kopfschmerzen: Die Grippe hat Brandenburg in diesem Winter fest im Griff. Vier Menschen sind in dieser Saison sogar an der Grippe gestorben. Doch langsam scheint die Welle abzuebben.

Typisch für eine Erkrankung sind ein plötzlich einsetzendes starkes Krankheitsgefühl, verbunden mit Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Grippewelle hat die Brandenburger in diesem Jahr relativ stark erwischt. Das Gesundheitsministerium registrierte in den ersten acht Wochen dieses Jahres 3053 Fälle, mehr als dreimal so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (959 Fälle). Vier Menschen sind seit dem Beginn der Influenza-Saison im vergangenen Herbst an der Krankheit gestorben, doppelt so viele wie in der gesamten Saison 2015/16. In der vergangenen Woche ging die Zahl der Neuerkrankungen allerdings deutlich zurück. Es gab mit 302 Fällen weniger als halb so viele wie in der Vorwoche (636). Die tatsächlichen Zahlen nicht im Labor bestätigter Fälle dürften deutlich höher liegen.

Die Zahl der Grippe-Fälle schwankt von Saison zu Saison stark. In der gesamten Vorjahressaison hatte es rund 3600 Grippe-Erkrankungen gegeben, genau so viele wie im Jahr 2013. Deutlich weniger waren es im Jahr 2014 (227) und 2012 (277).

Die meisten Fälle in Teltow-Fläming

Die meisten Grippekranken gab es seit Jahresanfang in Landkreis Teltow-Fläming mit 463 Fällen - eine Quote von knapp 289 Kranken auf 100.000 Einwohner. Die Influenza grassierte auch in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark mit 405, im Landkreis Oder-Spree mit 362 und im Havelland mit 309 Fällen. Den geringsten Krankenstand meldeten die Prignitz (28) und Ostprignitz-Ruppin (18).

Die wichtigste Schutzmaßnahme sei die jährliche Impfung gegen Influenza, betonten die Experten des Robert Koch-Instituts (RKI). Typisch für eine Erkrankung seien ein plötzlich einsetzendes starkes Krankheitsgefühl, verbunden mit Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen. Später komme auch trockener Reizhusten hinzu.

Das Ansteckungsrisiko könne durch einfache Hygienemaßnahmen verringert werden, empfiehlt das RKI. Wichtig sei, sich mehrmals täglich die Hände mit Seife zu waschen. Beim Husten und Niesen sollten sich Kranke nicht die Hand vor den Mund halten, sondern besser in die Armbeuge schneuzen.

Von dpa

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