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Brandenburg Mehr als drei Jahre Haft für Haaranzünder
Brandenburg Mehr als drei Jahre Haft für Haaranzünder
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15:08 16.02.2016
Quelle: dpa
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Berlin

Ein 29-Jähriger, der zwei Frauen auf Berliner Bahnhöfen unvermittelt die Haare angezündet haben soll, muss für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Ein Amtsgericht verurteilte ihn am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Mann habe im Mai 2014 einer 25-Jährigen am Ostbahnhof die Haare mit einer Zigarette angesengt. Zwei Wochen später habe er einer damals 17-Jährigen auf dem U-Bahnhof Zoologischer Garten mit einem Feuerzeug die Haare angezündet. Zeugen hätten die Flammen gelöscht.

Der 29-Jährige, der als Beruf Friseur und Handwerker zu Protokoll gab, hatte die Attacken zu Prozessbeginn vor einem Monat bestritten. Das Gericht folgte im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Eines der Opfer habe den Angeklagten als jenen Mann erkannt, der mit einem Feuerzeug in der Hand hinter ihr stand, hieß es im Urteil. Zu einem möglichen Motiv äußerten sich die Richter nicht. Der Staatsanwalt war überzeugt, dass der 29-Jährige „an Frauen Frust abreagieren wollte“.

Das erste Opfer stand auf einer Rolltreppe, als es zur Attacke kam. Der 29-Jährige habe die Haare der ihm unbekannten 25-Jährigen von hinten angesengt, dann das Glimmen aber ausgeklopft, sagte der Richter. Zwei Wochen später habe er im Vorbeigehen die zweite Tat verübt. „Es kam zu einer Stichflamme.“ Zeugen hätten Schlimmeres verhindert. Die 17-jährige Schülerin habe einen Schock erlitten.

Die Polizei hatte mit Bildern aus Überwachungskameras nach dem Täter gesucht. Im Februar 2015 wurde der aus Libyen stammende Mann festgenommen, zunächst aber wieder entlassen. Seit Oktober befindet er sich in Haft. Ihm wurden zudem mehrere Ladendiebstähle zur Last gelegt – drei dieser Taten hatte der 29-Jährige im Prozess zugegeben. Das Gericht verhängte nun eine Gesamtstrafe.

Von dpa

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