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Brandenburg Mehr als eine Million Klicks für den "Maerker“
Brandenburg Mehr als eine Million Klicks für den "Maerker“
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07:55 20.01.2014
Auf einer Übersichtskarte kann man die Beschwerden in den verschiedenen Regionen einsehen. Quelle: Screenshot App
Potsdam

Zwei statistsiche Meilensteine hat das brandenburgische Beschwerdeportal "Maerker" schon gesetzt. „Wir hatten im Jahr 2013 knapp 1,1 Millionen Seitenzugriffe“, sagte Cornelius Everding vom Innenministerium der MAZ. 2009, im ersten Jahr des Onlineprojekts, wurde die Website 7414 Mal aufgerufen. Everding ist der Chef des Landes für E-Government – das steht für die Digitalisierung der Verwaltung.

Über das brandenburgische Beschwerdeportal „Maerker“ können Bürger online Hinweise zu kaputten Straßenlampen, Schlaglöchern, Müllhalden, Ratten- oder Wildschweinplagen im öffentlichen Raum geben. Den drei „mutigen Beginnern“, wie Everding Rathenow (Havelland), Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) und Mittenwalde (Dahme-Spreewald) nennt, haben sich im Land schon 50 weitere Kommunen angeschlossen.

Zuletzt schaltete sich Hohen Neuendorf (Oberhavel) am 10. Januar zu. „Wir üben noch“, sagt Stadtsprecherin Ariane Fäscher. Aber Anfragen würden schon schneller beantwortet als früher. Denn wie alle Teilnehmer hat sich Hohen Neuendorf verpflichtet, auf jede Meldung innerhalb von drei Arbeitstagen zu antworten. Online lässt sich der genaue Bearbeitungsstand einer Anzeige über eine Ampel nachvollziehen: rot, gelb oder grün heißt unbearbeitet, in Bearbeitung oder fertig. Fäscher: „Uns selbst gefällt daran, dass das Portal für Bürger unabhängig von Öffnungszeiten funktioniert.“ Und die Transparenz ist wichtig: „So arbeiten wir immer, sonst sieht man das nur nicht.“

Anja Schulz, Rathenower Verwaltungsmitarbeiterin und  „Maerker“-Redakteurin, bestätigt, dass Auskünfte den Bürger über das Portal schneller erreichen. „Es gibt einen Trend: Am Wochenende und montags gibt es die meisten Einträge“, so Schulz. „Die Zuarbeit hilft uns“, sagt Franziska Barth von der Rathenower Verwaltung. Allerdings gebe es Grenzen: „Nachbarschaftliche Meckereien veröffentlichen wir nicht, da schreiben wir persönlich zurück, weil sich das Portal auf Infrastrukturprobleme beschränkt.“

Cornelius Everding Quelle: Christel Köster

In diesem Jahr stellt das Land 17.000 Euro dem Brandenburgischen IT-Dienstleister ZIT-BB zur Verfügung, der das Portal technisch betreut. Redaktionell bearbeiten es die Kommunen. Unter den Projekten zwischen Land und Kommunen ist der „Maer ker“ der Primus. Mittlerweile hat ihn sogar Berlin importiert. In drei der zwölf Bezirke können Probleme per Mausklick gemeldet werden. Laut Berliner Senatsverwaltung für Inneres soll künftig „dieses kundenfreundliche und transparente Angebot allen Berlinern zur Verfügung“ stehen.

Behördengänge online zu erledigen – das ist nur ein Teil des brandenburgischen E-Government, das behördliche Verfahren modernisieren will. Ein weiteres Projekt ist der mobile Bürgerservice. So nennt das Ministerium einen Bus, der Behördengänge vor der eigenen Haustür anbietet. Zwei Städte testen das derzeit. „In Wittstock gibt es einen Plan, der abgefahren wird, und in Potsdam kommt das Auto nach Vereinbarung“, sagt Everding. Die rollende Verwaltung soll besonders älteren Menschen im ländlichen Raum entgegenkommen. Everding: „Sechs Kommunen haben einen Antrag gestellt, in das Projekt aufgenommen zu werden.“

In Zukunft hält der E-Government-Koordinator öffentliche Terminals für Behörden-Angelegenheiten für denkbar. Ministeriumssprecher Ingo Decker warnt indes vor zu hohen Erwartungen. Es sei eine Illusion zu glauben, „je mehr man öffentlich und transparent macht, umso mehr Interesse sei vorhanden“.
Von Michaela Grimm

Zur Homepage von Maerker Brandenburg: http://maerker.brandenburg.de/brandenburg

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