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Brandenburg Mehr und größere Anlagen: Das bringt das Aus der veralteten Windräder
Brandenburg Mehr und größere Anlagen: Das bringt das Aus der veralteten Windräder
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09:31 05.11.2018
Wolken ziehen über einen Windenergiepark bei Sieversdorf und spiegeln sich dabei in einer Pfütze wider. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

Der Welpenschutz für die Windkraft läuft aus. Nach 20 Jahren sollen sich die Anlagen selbst rechnen. Deshalb fährt der Staat seine Unterstützung herunter. Der Wegfall der hohen Festpreis-Vergütung wird die Branche durchschütteln und die vielerorts heftige Debatte um die weißen Riesen weiter anheizen.

Windräder müssen abgebaut werden

Windkraftgegner hoffen auf ein Verschwinden zahlreicher Türme. Das ist ziemlich realistisch, hat sich doch die Rechtslage geändert. 400 Altanlagen im Land genießen nur noch so lange Bestandsschutz, bis sie technisch oder wirtschaftlich am Ende sind. Dann müssen sie abgebaut werden, ein Ersatz ist nicht möglich, denn die Abstände zu den Nachbarorten sind zu gering. Zwar basteln Energieunternehmen derzeit an Plänen, die Laufzeit dieser leistungsschwachen, dafür aber abbezahlten Turbinen zu verlängern. Es bleibt jedoch ein Abschied auf Raten von diesen 400 alten Türmen.

Jeden Standort maximal ausnutzen

Will das Land nun angesichts dieses Rückbaus sein Klimaziel für 2030 erreichen, müssen neue, immense Anlagen en masse genehmigt werden. Diese Giganten sind so hoch wie die Kuppel des Berliner Fernsehturms. Doch die Rechnung ist einfach: Angesichts der eingeschränkten Eignungsgebiete müssen die Stromproduzenten jeden Standort maximal ausnutzen. Widerstand und Kontroversen sind vorprogrammiert – auf Jahre.

Von Ulrich Wangemann

Wird die Windkraft jetzt unrentabel? Ältere Anlagen verlieren ab 2021 die üppige Erneuerbare-Energien-Förderung – weil sie sich schon seit 20 Jahren drehen. Hunderte Anlagen drohen dann in Brandenburg unwirtschaftlich zu werden. Die Folgen könnten weitreichend sein.

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