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Menschenrechtspreis für „Women in Exile“

Ehrung für Potsdamer Flüchtlingsinitiative Menschenrechtspreis für „Women in Exile“

Die in Potsdam gegründete Flüchtlingsinitiative „Women in Exile“ wird mit dem neuen Menschenrechtspreis der Gerhart-und-Renate-Baum-Stiftung geehrt. Der Preis soll am 27. November im Berliner Maxim-Gorki-Theater überreicht werden. Auch die Moderatorin des Abends steht bereits fest.

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„Women in Exile“ während einer Floßfahrt auf der Spree, die gleichzeitig Protestkungebung war.

Quelle: Women in Exile

Potsdam. Der neue Menschenrechtspreis der Gerhart-und-Renate-Baum-Stiftung geht nach Brandenburg. Mit der erstmals verliehenen Auszeichnung wird die Flüchtlingsinitiative „Women in Exile“ geehrt, teilte das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Donnerstag in Berlin mit. Der Menschenrechtspreis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll am 27. November im Berliner Maxim-Gorki-Theater überreicht werden.

Die Initiative „Women in Exile“ wurde 2002 in Potsdam von Flüchtlingsfrauen gegründet, um für ihre Rechte zu kämpfen. Die Frauen engagierten sich „in vorbildlicher und eindrucksvoller Weise für die Zukunft unserer multikulturellen Gesellschaft“, betonten die Stifter der Auszeichnung, der frühere Bundesinnenminister und FDP-Politiker Gerhart Baum und seine Ehefrau Renate Liesmann-Baum.

Besonders Frauen seien immer wieder doppelter Diskriminierung ausgesetzt. Ihre ohnehin prekäre Situation als Frauen auf der Flucht sei zudem im Zuge immer neuer Verschärfungen des Asylrechts kontinuierlich schwieriger geworden, hieß es weiter. „Women in Exile“ engagiere sich vor diesem Hintergrund für politische Maßnahmen, um Frauen und Mädchen vor sexualisierter, physischer und fremdenfeindlich motivierter Gewalt in Deutschland zu schützen.

Die Gründerin und Sprecherin der Initiative, Elizabeth Ngari, floh den Angaben zufolge 1996 mit ihren beiden Töchtern aus Kenia und verbrachte fünf Jahre in einer Flüchtlingsunterkunft in Prenzlau. „Wir kämpfen zusammen mit anderen Gruppen gegen diskriminierende Gesetze, und das eben aus Frauenperspektive“, betonte Ngari. Mit ungewöhnlichen Aktionen wie Floß- und Bus-Touren durch Deutschland habe die Fraueninitiative inzwischen ein bundesweites Netzwerk aufgebaut und organisiere Demonstrationen, Workshops und Seminare, um Öffentlichkeit und Entscheidungsträger mit den Anliegen geflüchteter Frauen zu konfrontieren.

Die Laudatio bei der Preisverleihung hält Wolfgang Kaleck, Rechtsanwalt und Generalsekretär des ECCHR. Die Veranstaltung wird von der Journalistin Dunja Hayali moderiert.

Von epd

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