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Brandenburg Merkur schiebt sich vor die Sonne
Brandenburg Merkur schiebt sich vor die Sonne
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14:10 02.05.2016
Schema des Merkurtransits am 9. Mai 2016 Quelle: Promo
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Potsdam

Am Montag, 9. Mai, bietet sich ein besonderes Schauspiel am Himmel. Der Merkur – der kleinste Planet des Sonnensystems, schiebt sich um 13.12 Uhr vor die Sonnenscheibe. Bei gutem Wetter kann man den Planeten mithilfe eines Fernrohrs beobachten. Von der Erde aus ist der Merkur dabei als kleiner schwarzer Punkt vor der Sonne sichtbar. Um 20.40 Uhr wird der Planet wieder austreten. In vielen Sternwarten in Berlin und Brandenburg können Interessierte das Ereignis verfolgen.

Mit bloßem Auge ist der Merkurtransit nicht zu sehen. Um den winzigen schwarzen Punkt auf der vergleichsweise riesigen Sonne gut erkennen zu können, ist laut Experten ein Teleskop mit mindestens 30- bis 50-facher Vergrößerung nötig. Zusätzlich brauchen Beobachter einen speziellen Sonnenfilter, da der ungeschützte Blick in die Sonne zu sofortigen, irreversibeln Schäden des Auges führt.

Transit ist nicht immer vollständig sichtbar

Nicht immer ist der Transit vollständig zu sehen. Wenn sich der Merkur am 11. November 2019 das nächste Mal vor die Sonne schiebt, wird der Vorgang nur zu Beginn sichtbar sein. Zwei Gruppen des Leibnitz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) wollen das Ereignis wissenschaftlich nutzen, um Natrium in der äußersten Schicht des Merkur zu erkennen und um die Messgenauigkeit der Instrumente zu testen.

Der Merkur ist der kleinste und sonnennächste Planet unseres Sonnensystems. Mit einem Durchmesser von rund 4878 Kilometern ist die Schwerkraft des Merkur recht gering, so dass keine stabile Atmosphäre um den Planeten entstehen kann. Deshalb umhüllt nur ein extrem dünnes Gasgemisch, auch „Exosphäre“ genannt, den Merkur.

An diesen Orten finden öffentliche Beobachtungen und Vorträge statt:

Leibnitz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP):

13 Uhr: Beobachtung des Eintritts

13.30 Uhr: Vortrag von Axel Schwope „Der Planet Merkur im Porträt“

14 Uhr: Vortrag von Matthias Mallonn „Der Merkurtransit als Generalprobe für die Erforschung erdähnlicher Planeten“

14.30 Uhr: Beobachtung des Transits am 50-cm-Spiegelteleskop

Wo? Forschungscampus Babelsberg, An der Sternwarte 16

Urania Planetarium Potsdam:

Ab 16 Uhr: Beobachtung des Transits mit dem Teleskop an der Ecke Gutenbergstraße/Am Bassin

17.30 Uhr, 18 Uhr und 18.30 Uhr: Kurvorträge zum Thema Merkur und Merkurtransit im Planetarium, Gutenbergstraße 71/72 (Eintritt frei)

Sternwarte Beelitz:

Ab 13 Uhr: Beobachtung des Transits mit Teleskopen des Vereins „Sternfreunde Beelitz“

Wo? Wasserturm Beelitz, Karl-Liebknecht-Straße 3

Sternwarte Dahlewitz:

Ab 13 Uhr: Transitbeobachtung an Fernrohren und Teleskopen mit Michael Wenzel

Wo? Sitz der Sternwarte in der Oberschule Blankenfelde-Mahlow, Bahnhofstraße 63

Archenhold-Sternwarte, Berlin-Treptow:

Ab 11.30 Uhr: Transitbeobachtung an Fernrohren und Teleskopen der Sternwarte (Eintritt: 6 Euro, 3 Euro ermäßigt)

Wo? Alt-Treptow 1, 12435 Berlin

Planetarium am Insulaner / Wilhelm-Foerster-Sternwarte:

Ab 12.30 Uhr: Beobachtung des Merkurtransits

18 Uhr: kurze Live-Vorträge im Planetarium

Eintritt: 7 Euro, 5 Euro ermäßigt

Wo? Munsterdamm 90, 12169 Berlin

Sternwarte im Kinder- Jugend- und Freizeitzentrum (FEZ):

Ab 13 Uhr: Transitbeobachtung mit den Vereinsteleskopen

Wo? Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Von MAZonline

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