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Merkur tritt am Montag vor die Sonne

Seltenes Naturschauspiel Merkur tritt am Montag vor die Sonne

Merkur liefert im Monat Mai ein astronomisches Highlight: Dass sich der kleine Planet Merkur vor die Sonne schiebt, passiert selten. Wer das Schauspiel am Montag beobachten will, muss aber unbedingt Vorsichtsmaßnahmen treffen und Glück mit dem Wetter haben.

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Quelle: dpa

Brandenburg/Berlin. Mit der richtigen Ausstattung lässt sich an diesem Montag ein seltenes Himmelsereignis beobachten. Der Merkur - der kleinste Planet unseres Sonnensystems - wandert ab dem Mittag an der Sonne vorbei. Bis zum Abend wird er als kleiner schwarzer Punkt vor der Sonne sichtbar sein. Mit bloßen Augen ist das Schauspiel aber nicht sichtbar.

Voraussetzung ist ein Fernrohr mit mindestens 50-facher Vergrößerung - und klare Sicht. Merkur ist einfach zu klein.

Jetzt lesen: Hier können Sie das Ereignis beobachten

Wegen der langen Dauer des Himmelsereignisses könnte der Merkur voraussichtlich sogar in stärker bewölkten Regionen vorübergehend zu sehen sein. Meteorologen und Astronomen warnen allerdings davor, ohne Filter nach dem Planeten Ausschau zu halten.

Der sogenannte Merkurtransit beginnt um 13.12 Uhr mit dem Auftauchen des Planeten am Ostrand der Sonne. Enden soll das Schauspiel gegen 20.41 Uhr. Am besten lässt es sich nach Angaben der Experten in einer Sternwarte beobachten. Eine Garantie, den sonnennächsten Planeten tatsächlich zu sichten, gebe es aber auch dort nicht.

Der Merkurtransit am 9. Mai 2016

Der Merkurtransit vollzieht sich am 9.5.2016 folgendermaßen im Raum Berlin und Brandenburg:

Um 13.12 Uhr berührt der Merkur die Sonnenscheibe am östlichen äußeren Rand (1.Kontakt).

Um 13.15 Uhr ist er komplett auf der Sonnenscheibe (2. Kontakt).

Er zieht nun bis um 20.37 Uhr (3.Kontakt) bis zum westlichen Rand der Sonne, um diese bis 20.40 Uhr wieder verlassen zu haben (4. Kontakt).

Um 16.56 Uhr hat er den geringsten Abstand zum Mittelpunkt der Sonnenscheibe.

Der Merkur ist der kleinste Planet unseres Sonnensystems und hat einen Durchmesser von etwa 4900 Kilometern. Merkurtransite sind noch seltener als Sonnen- und Mondfinsternisse. Obwohl Merkur alle 116 Tage zwischen Sonne und Erde hindurchläuft, steht der schnellste der Planeten nur selten so zwischen unserem Heimatplaneten und der Sonne, dass er direkt vor der Sonne wahrnehmbar ist. Das letzte Mal war das am 8.11.2006. Das nächste Mal wird es am 11.11.2019 und dann erst wieder am 13.11.2032 sein.

Von MAZonline, dpa und Uwe Schierhorn

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