Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Messerstecher in Psychiatrie gebracht
Brandenburg Messerstecher in Psychiatrie gebracht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:41 21.09.2015
Polizisten am Tatort Quelle: dpa
Anzeige
Brieskow-Finkenheerd

Ein 54-Jähriger aus Brieskow-Finkenheerd (Oder-Spree), der seinen Nachbarn im Wahn umgebracht hat, wird in der Psychiatrie behandelt. Das Landgericht Frankfurt (Oder) wies den Beschuldigten am Montag in ein Krankenhaus ein. Das Gericht folgte damit in dem sogenannten Sicherungsverfahren den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Laut Gutachten ist der Mann schuldunfähig – und die Verurteilung zu einer Haftstrafe nicht möglich.

Der Mann hatte im Frühjahr seinen Nachbarn erstochen, da er sich von dem 66-Jährigen bedroht fühlte. Mal verschwand Wäsche von der Leine, mal wechselte das Auto seinen Parkplatz, mal klafften große Lücken in der Kellerwand. Nach Auffassung des Gerichts sind die Dinge, die der Beschuldigte dem 66-jährigen Opfer vorwarf, jedoch nie passiert. Es habe sich vielmehr um ein „Wahngebilde“ – verstärkt durch Depression während der Tatzeit – gehandelt, erklärte der Vorsitzende Richter Matthias Fuchs. „Der gesunde Intellekt konnte ihn nicht abhalten, die Tat zu begehen.“ Der Mann sei steuerungsunfähig gewesen. „Er hat schuldlos gehandelt“, sagte Fuchs.

Die Staatsanwältin erinnerte im Plädoyer an die Schilderung des 54-Jährigen vor Gericht: „Ich war wie ein Terrier im Blutrausch, es ist einfach über mich gekommen.“ Nach der Tat wollte sich der 54-Jährige mit Messerstichen umbringen – was jedoch misslang.

Der Vorsitzende Richter sagte, die wahnhafte Störung dauere an, erneut könne eine Straftat passieren. Der Beschuldigte glaube weiterhin an eine Bedrohung. Wie lange er in der Psychiatrie bleiben müsse, sei von der Entscheidung der Ärzte abhängig.

Die Wahnvorstellung hatte schleichend von dem 54-Jährigen Besitz ergriffen. Auf Rat seiner Frau wandte sich der Mann einen Monat vor der Tat an seine Hausärztin, die ihn an einen Fachmann überwies. Dort erhielt der Patient einen Termin für Januar 2016. Die Hausärztin intervenierte ohne Erfolg. Der Verteidiger betonte in seinem Plädoyer: „Da liegt die Tragik in diesem Verfahren.“

Von MAZ-Online

Zum Schuljahresbeginn schlug der Landeselternrat Alarm: Vor allem KIassen, in denen Kinder und mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen, seien zu groß. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hat nun nachzählen lassen und beschwichtigt: Nur in Einzelfällen seien Klassen überfüllt, findet er.

21.09.2015
Brandenburg Statikprobleme am Großflughafen - Baustopp am BER!

Das Dach des Terminals am Großflughafen BER ist womöglich einsturzgefährdet. Nachdem die Statikprobleme des Pannenprojekts bekannt geworden sind, hat die zuständige Bauaufsicht nun die Reißleine gezogen: Ab sofort gilt am BER ein Baustopp. Die Eröffnung im Herbst 2017 wird damit immer unwahrscheinlicher.

21.09.2015

Am Wochenende wird das 25-jährige Bestehen Brandenburgs mit einem großen Bürgerfest in Potsdam gefeiert. Das Land zahlt dafür 200.000 Euro, ein großer Teil davon soll über verschiedene Wege wieder reinkommen. Wir geben einen Überblick, wo gefeiert wird und welche Höhepunkte es für Besucher gibt.

21.09.2015
Anzeige