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Millionenspritze für schnelleres Internet

Breitbandausbau in Brandenburg Millionenspritze für schnelleres Internet

Der Breitbandausbau in Brandenburg geht voran. Weitere Landkreise und die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) haben jetzt Fördergelder in Millionenhöhe für schnelles Internet erhalten. Auch Unternehmen hoffen auf hochbitratigere Anschlüsse.

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Der Ausbau der Glasfaserkabel-Infrastruktur soll in Brandenburg forciert werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Das Land Brandenburg ist vom schnellen, flächendeckenden Internet zwar noch weit entfernt, der Ausbau des Breitbandnetzes aber kommt voran. Jetzt haben fünf weitere Landkreise und die Stadt Frankfurt (Oder) Zuwendungsbescheide von Bund und Land für neue Investitionen erhalten. Ziel sind hochleistungsfähige Bandbreiten von mindestens 50 Mbits pro Sekunde – bis 2019. Insgesamt stehen 161 Millionen Euro für den Breitbandausbau in diesen Kommunen zur Verfügung. Der Bund gibt 57 Millionen Euro und das Land 43 Millionen Euro, wie Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) am Montag mitteilte. Den Rest müssen die Kommunen und Netzbetreiber tragen.

Vorreiter in Brandenburg ist der Kreis Dahme-Spreewald, der bereits Ende des vorigen Jahres die Zusage über die begehrten Mittel aus der Bundesrichtlinie zum Breitbandausbau erhielt. Nun sind auch Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Uckermark, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und die kreisfreie Stadt Frankfurt mit im Boot.

Zufrieden äußerte sich der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (SPD). „Das ist ein Schritt nach vorn.“ Nun könnten endlich auch Orte auf- und angeschlossen werden, die vor vielen Jahren ein damals als schnell geltendes Breitbandnetz bekommen hatten. Aus Sicht des Landrats soll auch die Situation in nicht versorgten Gewerbegebieten verbessert werden, die Anfang der 90er Jahres errichtet wurden. Künftig seien 30 bis 50 Megabits pro Sekunde möglich, betonte Reinhardt. Sein Landkreis steuere zur Gesamtfördersumme von rund 10 Millionen Euro rund 1,6 Millionen Euro für zehn Kommunen bei.

Von der Förderung würden besonders technologieorientierte Unternehmen profitieren, die große Datenvolumina schnell transportieren müssten, betonte der Wirtschaftsdezernent des Kreises Oberhavel, Egmont Hamelow. Für solche Firmen sichere schnelles Internet die Zukunftsfähigkeit.

Besonders viele „weiße Flecken“ hat auch die Stadt Frankfurt (Oder). Es gebe einen erheblichen Bedarf, hob Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) hervor. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Schulen und Bildungseinrichtungen. Die größten Engpässe in der Stadt gibt es momentan im Gewerbegebiet Markendorf II beim Fahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN, der über keine geeignete Netzanbindung verfügt. Die Stadt arbeitet derzeit an Zwischenlösungen, hieß es. Auch im Technologiepark rund um die Business and Innovation Centre (BIC), wo über 25 Firmen sitzen, gibt es Defizite bei der Breitbandversorgung. Im Nachteil sind in Frankfurt (Oder) laut Stadtverwaltung vor allem kleine Firmen wie Autohäuser, die nicht an ein Firmennetz angeschlossen sind.

Minister Gerber sagte, nach der Bundestagswahl müsse der Bund beim Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur einen erheblichen Sprung machen. Deutschland stehe international beim Breitbandausbau nicht gut genug da, betonte Gerber.

In Brandenburg sollen in einem nächsten Schritt die restlichen acht Landkreise sowie die kreisfreien Städte Cottbus und Brandenburg/Havel folgen. Entschieden werden soll im Juli. Potsdam wird als einzige Groß-Kommune im Land indes keinen Antrag auf die Extra-Förderung stellen. In der Landeshauptstadt ist ausreichend schnelles Internet vorhanden, hieß es.

Von Igor Göldner

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