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Brandenburg Ministerium erlaubt Wildschweinjagd mit Pfeil und Bogen
Brandenburg Ministerium erlaubt Wildschweinjagd mit Pfeil und Bogen
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00:18 13.03.2019
Brandenburgs Landwirtschaftsministerium will die Bogenjagd auf Wildschweine in den Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf mit einer Ausnahmegenehmigung erlauben. Quelle: Gemeinde Stahnsdorf
Region Teltow

 Das brandenburgische Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) will die Bogenjagd auf Wildschweine in den Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf mit einer Ausnahmegenehmigung erlauben. Dies bestätigt Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade am Sonntag auf Nachfrage der MAZ. Die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ hatten zuerst darüber berichtet. Die Jagd soll als Modellversuch für eventuell nachfolgende Einsätze wissenschaftlich begleitet werden.

Genehmigung wird zeitlich befristet

Die Ausnahmegenehmigung soll zeitlich befristet und personell beschränkt erteilt werden. Die Jäger müssen einen Jagdschein und ein Zertifikat des europäischen Bogenjagdverbandes sowie einen ausreichenden Versicherungsschutz vorweisen, so Schade. Immer wieder hatten ganze Wildschweinrotten zuletzt für Verwüstung gesorgt.

Mit dem Modellversuch will das Ministerium den grundsätzlichen Erfolg einer solchen Jagd und die tierschutzgerechte Tötung des Schwarzwildes sowie die Gefährdungsbeurteilung untersuchen. Da die wissenschaftliche Begleitung ausgeschrieben werden soll, wird sich das Genehmigungsverfahren noch etwas hinziehen, sagt der Ministeriumssprecher.

Landwirtschaftsministerium behält Oberhoheit

Schade betont, dass das Verfahren ausschließlich vom Landwirtschaftsministerium geführt wird. Der Bund habe dazu keine Regelungskompetenz. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte erst kürzlich bekräftigt, nicht das Bundesjagdgesetz ändern zu wollen, in dem die Bogenjagd verboten ist. Ausnahmeregelungen könnten aber von den jeweiligen Ländern getroffen werden.

Kleinmachnow und Stahnsdorf hatten die Bogenjagd beim brandenburgischen Agrar- und Landwirtschaftsministerium beantragt. Sie sind damit bundesweit die ersten Kommunen, die eine Ausnahmegenehmigung dafür erhalten.

Von Heinz Helwig

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