Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Minus 15 Grad: Brandenburg muss weiter bibbern
Brandenburg Minus 15 Grad: Brandenburg muss weiter bibbern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 27.02.2018
Eisschollen treiben auf dem deutsch-polnischen Grenzfluss Oder stromabwärts. Im Volksmund werden die Eisschollen wegen ihrer Form auch Pfannkucheneisschollen genannt. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

Berliner und Brandenburger müssen sich weiterhin auf bittere Kälte gefasst machen. In den beiden Nächten zu Mittwoch und Donnerstag seien Temperaturen von bis zu minus 15 Grad möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag mit. Tagsüber ist ebenfalls Bibbern angesagt: Am Mittwoch wird gerade mal eine Höchsttemperatur von minus sieben Grad erwartet. Auch die nächsten Tage sollen frostig bleiben.

In der Nacht zum Dienstag war es in Baruth/Mark (Teltow-Fläming) nach DWD-Angaben am kältesten: Gemessen wurden minus 17,8 Grad. Viele Seen haben bereits eine Eisdecke. Das lockt viele Menschen an, die ihre Schlittschuhe ausprobieren wollen. Einige Potsdamer haben sich im Park Sanssouci aufs Eis gewagt – was nicht erlaubt und gefährlich ist. Denn trotz der kalten Temperaturen warnen Polizei und Feuerwehr vor brüchigen Eisflächen. „Trotz geschlossener Eisdecke auf Seen, Flüssen und Kanälen gibt es keine Garantie für ein sicheres Betreten“, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei West, Joachim Pötschke. Strudel oder vom Gewässergrund nach oben fließendes wärmeres Wasser könnten scheinbar sichere Eisflächen gefährlich dünn werden lassen.

Zur Galerie
Wintereinbruch am 13. Februar 2018 in Sanssouci.

Die kalten Nacht-Temperaturen machten sich bereits auf der Oder bemerkbar: An vielen Stellen des Grenzflusses bildeten sich Treibeisschollen, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Eberswalde mitteilte. Dazu zählten die Bereiche Frankfurt (Oder) und Schwedt.

Die Oder ist seit Montag für die Schifffahrt gesperrt, weil wegen des Eisgangs Schäden an den Schiffen entstehen könnten. Dort war zunächst zwar noch kein Eis auf dem Fluss gesichtet worden, die Fahrwassertonnen wurden aber vorsichtshalber eingeholt. Eisbrecher sind auf deutscher und polnischer Seite startklar. Ob sie auch zum Einsatz kommen, ist aber der Behörde zufolge noch unklar. Das hänge davon ab, ob es auch in den nächsten Tagen weiterhin so kalt bleibe.

Zur Galerie
Ein Eissegler auf dem zugefrorenen Großen Müllroser See.

Nabu ruft zum Vogelfüttern auf

Die Tiere haben derweil unterschiedlichste Methoden entwickelt, um der Kälte zu trotzen, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erklärte. Igel, Hamster oder Fledermäuse seien im Winterschlaf. Dabei werde der Puls und die Atmung auf ein Minimum reduziert, sagte die brandenburgische Naturschutzreferentin Manuela Brecht.

Bei vielen heimischen Vögeln wirkten die Daunen wie ein Thermoanzug. Wer jetzt Futter anbiete, helfe den Gartenvögeln, schnell ihren Energiehaushalt wieder zu füllen. Der Wildpark Johannismühle meldete, bei den eisigen Temperaturen sei die Versorgung der Tiere erschwert. Das gelte etwa für das Wasser in den Tränken.

Von Anna Ringle

Obenrum darf es gerne etwas dicker sein: Wolle, Schal, Bommel, Pelz. Untenrum sind modebewusste Menschen auch im Winter gern freizügig und zeigen blanke Knöchel – selbst bei eisiger Kälte wie in diesen Tagen.

02.03.2018

Die Grünen fordern in Brandenburg eine Gleichstellung von Mann und Frau im Parlament. Das soll durch abwechselndes Geschlecht auf den Kandidaten-Listen umgesetzt werden.

27.02.2018

Wie gelingt eine perfekte Geburt? Warum entscheiden sich immer mehr Mütter für den Kaiserschnitt? Welche Vorbereitungskurse sind sinnvoll? Diese Fragen diskutieren Experten aus Medizin und Politik beim MAZ-Talk am 5. März in Potsdam. Der Eintritt ist frei.

28.02.2018
Anzeige