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Brandenburg In Brandenburg ist der Osten am schönsten
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08:37 13.01.2014
Sophie Anwander aus Brandenburg wurde am Sonnabend zur Miss Ostdeutschland gewählt. Quelle: dpa
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Linstow

Auch eine Miss muss Mathe machen. Schön ist das nicht, aber Sophie Anwander denkt an ihre Zukunft und ob das Modeln und Missendasein auf Dauer ihr Ding ist – die 19-Jährige ist sich da selbst in der Euphorie des Sieges nicht so sicher. Pünktlich um acht will sie am Montag zum Unterricht erscheinen. „Gestern noch Schönheitswettbewerb, morgen wieder Schule“, sagt sie wenige Stunden nach ihrem großen Auftritt von der heimischen Couch aus. „So sieht’s aus.“

Also wird die schönste Frau des Ostens eben ihre Krone ablegen, ihren Ranzen packen und von ihrem Heimatort Wandlitz (Barnim) ins benachbarte Berlin-Reinickendorf fahren. Dort besucht sie die 13. Klasse der Bettina-von-Arnim-Oberschule. Mitten im Abiturstress hat die Brandenburgerin am Samstagabend eine andere Prüfung mit Bravour absolviert: Sophie Anwander wurde im mecklenburgischen Linstow zur „Miss Ostdeutschland“ gekürt. Gegen zehn Bewerberinnen setzte sich die 1,70 Meter große Schönheit mit blonder Lockenmähne im Wettbewerb der Oldenburger Miss Germany Corporation durch. „Jetzt kommt der Satz, den man natürlich sagen muss: Ich habe gar nicht damit gerechnet“, sagt sie und lacht. Sie habe einfach Spaß gehabt an dem Abend. „Dann geht das Laufen fast von alleine“, erzählt sie.

Die 19-jährige Sophie Anwander aus Wandlitz (Barnim) wurde am Wochenende zur "Miss Ostdeutschland" gewählt. Sie setzte sich gegen zehn weitere Kandidatinnen durch.

In Abendrobe und Bikini mussten die jungen Frauen vor der sechsköpfigen Jury und 500 Besuchern über den Catwalk in einem Ferienresort schreiten, anschließend in einem Interview ihre Persönlichkeit auch sprachlich ins beste Licht rücken. Sophie Anwander fiel das nicht schwer. Landschaftsmalerei zähle zu ihren Hobbys, sagt sie. „Ich mag die Impressionisten.“ Auch Sprachen und Reisen interessieren die Schülerin, die vergangenen September schon zur „Miss Havelland“ gekrönt wurde – obwohl sie gar nicht aus der Region kommt. 90-64-78 – mit diesen Traummaßen konnte die gebürtige Berlinerin, die aber in Wandlitz aufgewachsen ist, auch am Samstag überzeugen.

Die Formel für ihren weiteren Erfolg sieht sie aber woanders: Nach dem Abitur will sie Chemie studieren. „Ich besuche den Leistungskurs. Das liegt mir“, sagt sie. Auch Wirtschaftspsychologie könnte sie sich vorstellen. Ein Leben als Model hingegen nicht. „Ich habe großen Respekt vor den Mädchen, die das machen“, sagt sie. Aber ob sie sich selbst auf Dauer diesem Druck aussetzen möchte, weiß sie nicht. Überhaupt sei sie nur durch Zufall zum Modelwettbewerb gekommen. Ein Jahr lang war sie zum Schüleraustausch an einer argentinischen Highschool. Ihre Freundinnen dort hätten ihr nahegelegt, sich doch zu bewerben. Übers Netz kamen schon die ersten Gratulationen aus Südamerika. „Die haben sich total gefreut, dass ich gewonnen habe“, sagt Anwander. Ihre Eltern haben der Singlefrau in Linstow live die Daumen gedrückt. Dass die Tochter schön auf dem Teppich bleiben will, freut vor allem die Mutter: Sie ist Lehrerin an Sophies Schule.

Auch bei Jennifer Holz saß die Mama am Laufsteg rand. „Ein bisschen Unterstützung braucht man ja“, sagt die 20-Jährige aus Grünheide (Oder-Spree), die sich seit Samstag „Miss Brandenburg“ nennen darf. „Es war ein langer anstrengender Tag. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt sie. Von Zickenkrieg hinter den Kulissen keine Spur. Zwei Stunden lang hatten sie geprobt, jeden Schritt der Choreographie einstudiert, erzählt Jennifer Holz, die schon als „Miss Eisenhüttenstadt“ erste Bühnenerfahrung gesammelt hat. Am Freitag geht es auch für sie ins zehntägige „Missen-Camp“. Die Mädchen müssen Fotoshootings, Laufstegtraining und Pressetermine absolvieren, ehe sie am 8. Februar im Europa-Park Rust um die Krone der „Miss Germany“ schreiten. Genau wie Sophie Anwander, die ihre Abivorbereitungen nur kurz unterbrechen will, bleibt auch die zweite brandenburgische Beauty brav bei ihren Leisten: Derzeit absolviert sie eine Ausbildung als Bankkauffrau, Ende des Jahres ist sie fertig. Ab und zu mal das biedere Businesskostümchen gegen ein knappes Kleid zu tauschen, sagt Jennifer Holz, „ist aber ein schöner Ausgleich.“

Von Marion Kaufmann

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