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Mit „Hercules“ und „SiGRIT“ gegen Diebe

Fahrraddiebstähle in Brandenburg Mit „Hercules“ und „SiGRIT“ gegen Diebe

Unrühmlicher Spitzenplatz: In keinem anderen Flächenland werden mehr Fahrräder geklaut als in Brandenburg. Mit speziellen Ermittlergruppen will die Polizei den Drahteseldieben das Handwerk legen.

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Schlösser halten die Diebe oft nicht ab.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburg ist bezogen auf die Einwohnerzahl bundesweit das Flächenland mit den meisten Fahrraddiebstählen. Seit 2013 nimmt das Land in der Statistik eine Spitzenposition ein, wie aus einer Antwort von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Bei der Aufklärung der Taten liege Brandenburg im Mittelfeld. Verschiedene Ermittlergruppen sind im Land aktiv, um Tätern auf die Spur zu kommen. Vor allem aber setzt die Polizei laut Schröter auf Prävention.

Zahl der Dienstähle steigt seit 2012

Nach einem jahrelangen Rückgang ist die Zahl der Fahrraddiebstähle seit 2012 wieder angestiegen. Damals wurden laut Kriminalstatistik rund 13 700 Fälle erfasst. 2013 waren es bereits rund 16 100 und 2014 etwa 17 700 Fahrraddiebstähle.

Auf 100 000 Einwohner kamen in Brandenburg im vergangenen Jahr 723 Diebstähle. Der zweithöchste Wert unter den Flächenländern wurde in Sachsen-Anhalt registriert - 622 Fälle pro 100 000 Einwohner; der dritthöchste in Schleswig-Holstein (542) registriert. Nur die wenigsten Fälle werden aufgeklärt. In Brandenburg lag die Quote 2014 bei 13 Prozent.

Verschiedene Ermittlungsgruppen der Polizei mit Namen wie „Hercules“ oder „SiGRIT“ (Sichere Grenz-Region – gegen Intensiv-Täter) beschäftigen sich mit der Fahrradkriminalität. Die seit 2013 in Südbrandenburg bestehende Gruppe „Pegasus“ konnte laut Schröter Ende Juni aufgelöst werden, da die Ermittlungen zu einer polnischen Tätergruppe abgeschlossen sind. Unter den Tatverdächtigen bei Fahrraddiebstählen in Brandenburg war im vergangenen Jahr etwa jeder fünfte nichtdeutscher Herkunft.

Polizei rät zur Codierung

Zur Sicherung von Fahrrädern empfehle die Polizei insbesondere stabile Bügelschlösser und Panzerkabel. Eine weitere Möglichkeit zur Prävention ist laut Schröter die Codierung, also das Eingravieren einer Kombination aus Buchstaben und Ziffern. Die Gravur enthält die verschlüsselte Wohnanschrift des Eigentümers. Codierte Fahrräder können dem Eigentümer schnell wieder zugeordnet werden.

Zusätzlich berät die Revierpolizei Städte und Gemeinden zum Thema Videotechnik im Bereich von S-Bahnhöfen. Dort werden häufig Fahrräder gestohlen. In der Gemeinde Mahlow (Teltow-Fläming) können Besitzer laut Schröter ihre Fahrräder inzwischen relativ sicher unterbringen. Dort gibt es am Bahnhof abschließbare Fahrradgaragen für rund 100 Euro Miete pro Jahr.

Von Mazonline

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