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Brandenburg Mitten in der Nacht 250-Kilo-Bombe entschärft
Brandenburg Mitten in der Nacht 250-Kilo-Bombe entschärft
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07:13 03.10.2017
 Die unschädlich gemachte 250-Kilo-Bombe wird am frühen Dienstagmorgen verladen. Quelle: dpa
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Berlin

Rund 14 Stunden nach der Entdeckung haben Spezialisten der Polizei in Berlin eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Die Entschärfung des 250 Kilogramm schweren Sprengkörpers sei erfolgreich verlaufen, teilten Feuerwehr und Polizei in der Nacht zum Dienstag beinahe zeitgleich mit. Die Entschärfung hatte kurz vor 1 Uhr begonnen und etwa eine halbe Stunde gedauert. 

Der Sperrkreis um den Fundort auf dem ehemaligen Güterbahnhof Wilmersdorf. Quelle: Polizei Berlin

"Unsere Kollegen des #LKA haben den Zünder gesprengt und die #Weltkriegsbombe in #Schoeneberg dadurch entschärft", schrieb die Berliner Polizei auf Twitter. Die Anwohner durften gleich im Anschluss in ihre Wohnungen zurückkehren. Rund 10.000 Anwohner waren betroffen.

Der Bahnhof Innsbrucker Platz war gesperrt, mehrere U- und S-Bahn-Linien waren stundenlang gesperrt. Quelle: dpa

Bombe war nicht transportfähig

Schwierig war laut Polizei, dass die Bombe auf einem Erdhügel in Höhe einer S-Bahn-Trasse lag. Die Bombe konnte nach Einschätzung von Experten nicht transportiert werden. Der russiche Zünder in der deutschen Bombe musste entfernt werden und wurde im Anschluss kontrolliert gesprengt.

Die Bombe war am Montagmittag bei Bauarbeiten nahe dem Innsbrucker Platz auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf entdeckt worden. Damit wurde am Vorabend des Einheits-Feiertags die große Aktion von Polizei, Feuerwehr und Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg ausgelöst.

Evakuierung erst nach Mitternacht abgeschlossen

Um den Fundort wurde ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen. Die Evakuierung dauerte mehrere Stunden und war erst nach Mitternacht endgültig abgeschlossen. In dem Sperrkreis, der bald nach der  Entschärfung wieder aufgehoben werden sollte, lag auch ein Seniorenwohnheim, dessen Bewohner in Sicherheit gebracht wurden. S-Bahn-Linien sowie eine Linie der U-Bahn wurden unterbrochen, der Straßenverkehr wurde umgeleitet. Auch die Stadtautobahn A 100 wurde vor der Entschärfung gesperrt.

Mehrere Hundert Menschen waren in Notunterkünften wie dem Rathaus Schöneberg und in Schulen untergekommen. In der Spitze waren 450 Polizisten im Einsatz, hinzu kamen Kräfte von Feuerwehr und Deutschem Rotem Kreuz.

Die bisher größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik hatte es Anfang September in Frankfurt am Main gegeben. Mehr als 60 000 Anwohner mussten dort für die Entschärfung einer Bombe ihre Wohnungen verlassen.

Von David Schwarz, Jutta Schütz und Patrick Reichardt

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