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Brandenburg Polizei prüft Verbindung zum Fall Inga
Brandenburg Polizei prüft Verbindung zum Fall Inga
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17:15 31.10.2015
Inga wird seit etwa einem Jahr vermisst. Quelle: Polizei Stendal
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Potsdam

Seit Freitag herrscht in den Fällen der vermissten Elias aus Potsdam und Mohamed aus Berlin die schreckliche Gewissheit. Beide Jungen sind tot. Umgebracht von einem 32-jährigen Brandenburger. Er hat in einer Vernehmung gestanden, die Jungen getötet zu haben. In beiden Fällen vermutet die Polizei Sexualdelikte. Der mutmaßliche Täter Silvio S. hat bereits gestanden, Mohamed missbraucht zu haben.

Was ist mit Inga – diese Frage treibt viele Menschen um

Während die Fälle von Elias und Mohamed so gut wie aufgeklärt sind, treibt viele Menschen die Frage um, ob Silvio S. andere Kinder umgebracht haben könnte. Dabei rückt vor allem der Fall der vermissten Inga in den Fokus. Das Mädchen lebte in Sachsen-Anhalt, nur wenige Kilometer von Brandenburg entfernt. Silvio S. hat in Niedergörsdorf gewohnt, etwa 150 Kilometer von Schönebeck – Ingas Wohnort – entfernt. Die Ermittler hatten den Festgenommenen S. am Freitag bei einer Pressekonferenz als mobilen Einzelgänger beschrieben.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter äußerte bereits am Freitag den Verdacht, dass mit der Festnahme von Silvio S. womöglich ein Serientäter gestoppt worden sei. Das sagte er zu MAZ am Rande einer Pressekonferenz in Potsdam. „Das wäre ein Stück weit eine gute Botschaft, dass dieser Mann keine Angst mehr verbreiten kann“, sagte Schröter. Vielleicht sei nun der Fall Inga aufgeklärt.

Christian Steiof vom Berliner LKA sagte zur MAZ, dass die Verbindung untersucht werde. Details könne er aber nicht nennen.

Durchsuchungen bei Silvio S. laufen am Sonnabend weiter

Diese räumliche Nähe sei aber der einzige Zusammenhang, den sie zwischen den drei Vermisstenfällen Elias, Mohamed und Inga sehen, sagten die Ermittler weiter. Darüber gebe es bislang keine Erkenntnisse, die auf einen Zusammenhang schließen lassen. Man wolle aber nichts ausschließen. Am Sonnabend haben Polizisten das Grundstück und die Wohnung von Silvio S. durchsucht. Außerdem durchsuchten sie weiter die Gartenlaube in Luckenwalde. Die hatte S. angemietet. Dort hat er nach eigenen Angaben die Leiche des kleinen Elias vergraben. Polizisten fanden in dem Schrebergarten am Freitag eine Leiche, sie wird obduziert um herauszufinden, ob es sich dabei um Elias’ Leiche handelt. Ein Ergebnis soll Sonntag, spätestens Montag vorliegen.

Der Fall Inga – eine Übersicht

Die fünfjährige Inga ist seit dem 2. Mai verschwunden. Zuletzt war sie in einem Waldstück bei Stendal gesehen worden. Sie wollte dort mit Freunden Feuerholz sammeln.

Ganz in der Nähe des Waldstücks, wo Inga zuletzt gesehen wurde, befindet sich ein Einrichtung für Behinderte Menschen. Bewohner und Arbeiter wurden von der Polizei befragt.

Inga war gemeinsam mit ihren Eltern und drei Geschwistern bei Freunden, die in der Behinderten-Einrichtung arbeiten. Die Kinder spielten auf dem Spielplatz. Am frühen Abend sind die Kinder dann in den Wald aufgebrochen um dort Holz zu sammeln, damit man später grillen konnte. Das Mädchen kommt nicht mehr zurück, eine sofortige Suche ist ohne Erfolg.

Immer wieder haben die Ermittler aufwendige Suchaktionen gestartet, um das Mädchen zu finden. Bis nach Dresden weiteten sie die Suche aus.

Auch Autobahn-Abschnitte wurden gesperrt, damit Spürhunde ein Waldstück absuchen konnten.

Bei der Polizei sind mehr als 1000 Hinweise eingegangen. Eine Spur zu dem Mädchen gibt es nicht. Das ist eine Parallele zum Fall Elias. Auch hier gab es sehr viele Hinweise, wo Elias sein könnte. Eine heiße Spur hat sich daraus nicht ergeben. Erst das Geständnis von Silvio S. brachte die schreckliche Klarheit.

Auch im Fall Inga geht die Polizei von einem Verbrechen aus.

Von MAZonline

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