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Mord vor 42 Jahren – Staatsanwältin meldet sich als Zeugin

Schwedt – Mutter soll Sohn getötet haben Mord vor 42 Jahren – Staatsanwältin meldet sich als Zeugin

Wann es ein Urteil in dem Prozess geben wird, ist noch völlig unklar. Seit Ende April wird vor dem Landgericht in Neuruppin ein Mordfall verhandelt, der 42 Jahre zurückliegt. Eine Mutter soll ihren Sohn getötet haben. Nun kann der Fall eine Wende bekommen. Denn jetzt hat sich eine Frau gemeldet, die eine als verschollen geglaubte Akte kennt.

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Die Angeklagte muss sich wegen eines mehr als vier Jahrzehnte zurückliegenden Falls vor Gericht verantworten.

Quelle: dpa-Zentralbild

Schwedt/Neuruppin. Im Prozess gegen eine Mutter, die vor 42 Jahren in Schwedt ihren Sohn getötet haben soll, hat sich per Brief eine neue Zeugin gemeldet. Dabei soll es sich nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichts Neuruppin um eine Oberstaatsanwältin aus Brandenburg/Havel handeln. Die Frau sei in der Generalstaatsanwaltschaft beschäftigt und habe die Ermittlungsakte aus DDR-Zeiten gesichtet. Bis dato galt diese als verschollen.

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Nur der Obduktionsbericht der Charité aus dem Jahr 1974 lag dem Landgericht Neuruppin bislang vor. „Wenn sich eine Kollegin meldet und sagt, diese Akte habe ich gesehen und gelesen, ist das für uns relevant“, zitiert die „Märkische Oderzeitung“ (Freitag) den Vorsitzenden Richter Udo Lechtermann.

Die Anklage wirft der heute 74-jährigen Mutter vor, ihren schlafenden Sohn nachts in die Küche getragen und dann in die Nähe des Gasherds gelegt zu haben. Er soll Kohlenmonoxid eingeatmet haben, danach soll sie den bewusstlosen Jungen zum Sterben in sein Bett gelegt haben. Bislang hatte sie die Tat stets abgestritten.

Am 30. Juni soll die Oberstaatsanwältin vor Gericht vernommen werden, hieß es. Die Unterlagen seien nach Auskunft der Justizsprecherin noch nicht gefunden worden. Wann in dem Fall ein Urteil gesprochen wird, ist noch nicht klar. Ein Rechtsmediziner hatte vor Gericht auf Grundlagen des Obduktionsberichts von 1974 einen Unfall als Todesursache ausgeschlossen.

Von dpa

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