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Mordfall Andrea Lohagen ist aufgeklärt

23 Jahre nach dem Tod einer 16-Jährigen aus Bad Belzig Mordfall Andrea Lohagen ist aufgeklärt

Vor mehr als 20 Jahren ist Andrea Lohagen auf dem Weg zu einem Jugendtreff im heutigen Bad Belzig spurlos verschwunden. Erst Jahre später fand man ihre Leiche – nur wenige Meter vom Treff entfernt. Nun haben Polizei und Staatsanwalt den Mordfall mit großer Wahrscheinlichkeit aufgeklärt. Doch es bleiben viele Fragen offen.

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Eberswalde. Vor mehr als 20 Jahren verschwand die 16 Jahre alte Andrea Lohagen in Belzig spurlos. Sie war nach einer Shoppingtour am Abend des 7. Oktober 1993 auf dem Weg zu einem Jugendtreff. Es war der vorletzte Tag der Herbstferien. Erst sieben Jahre später, im Sommer 2000, wurde ihr Leichnam auf einem verwilderten Grundstück unweit des Jugendtreffs entdeckt. Nun ist der Fall offenbar aufgeklärt. „Sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft sind sich sicher, dieses Verbrechen weitestgehend aufgeklärt zu haben“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Potsdam und des Polizeipräsidiums.

Der Schuppen, hinter dem die sterblichen Überreste gefunden wurden

Der Schuppen, hinter dem die sterblichen Überreste gefunden wurden.

Quelle: Stähle

Bereits 1993 standen zwei zur Tatzeit 13- und 14-Jährige unter dem Verdacht, Andrea Lohagen getötet zu haben. Das war unmittelbar nach dem Verschwinden. Nachdem die Leiche der damals 16-Jährigen im Jahr 2000 gefunden wurde, gerieten die beiden erneut ins Visier der Ermittler. Sie galten als letzte Personen, die Andrea am Tag ihres Verschwindens gesehen haben müssen. Doch der Tatverdacht genügte nicht, die Ermittlungen wurden zunächst eingestellt. 2012 wurde der Fall wieder neu aufgerollt. Es gab intensive Überprüfungen im Umfeld des Opfers und der damaligen Tatverdächtigen, so die Staatsanwaltschaft.

Ein Täter nimmt sich nach Anhörung das Leben

Den entscheidenden Hinweis lieferten 2016 allerdings erst Zeugen. Nachdem einer der beiden Tatverdächtigen im Mai 2016 verstarb, kontaktierten sie die Polizei und berichteten, dass er ihnen von der Tötung Lohagens erzählt habe. Demnach habe er nicht nur eine Tatbeteiligung eingestanden, sondern zudem auch seinen damals 13-jährigen besten Freund als Mittäter belastet.

Als die Ermittler nun den noch lebenden Tatverdächtigen als Zeuge verhörten, bestritt er die Tatbeteiligung seines Freundes nicht. Zu den Details wolle er sich jedoch erst später äußern, gab er den Ermittlern zu verstehen. Zum Zeitpunkt der Tat war er selbst noch in jenem Alter, in dem man ihn strafrechtlich nicht hätte verfolgen können.

Die Details werden durch die Aussagen des mutmaßlichen Mörders allerdings nicht mehr ans Licht kommen. Er hinterließ einen Abschiedsbrief und nahm sich kurz nach der Anhörung das Leben.

Weitere Infos folgen.

Von MAZonline

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