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Mutter von mutmaßlichem Dreifachmörder schweigt

Prozess gegen Jan G. Mutter von mutmaßlichem Dreifachmörder schweigt

Mehrfach hatte der mutmaßliche Dreifachmörder Jan G. aus Ostbrandenburg seine Mutter mit dem Tod bedroht. Deshalb wurde die Zeugenaussage der Frau im Prozess gegen den 25-Jährigen mit Spannung erwartet. Nun hat sich die Mutter allerdings entschlossen, gar nicht auszusagen – als Verwandte darf sie das.

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Bei Oegeln starben die beiden Polizisten.

Quelle: Ulrich Wangemann

Frankfurt (Oder). Im Fall des Dreifachmordes von Oegeln und Müllrose (Oder-Spree) wird die Mutter des Angeklagten Jan G. von ihrem Recht Gebrauch machen, nicht gegen ihren Sohn aussagen zu müssen. Das teilte das Landgericht Frankfurt (Oder) mit. Das Strafrecht sieht vor, dass enge Angehörige von Angeklagten keine Aussage machen müssen, mit der sie ihr Familienmitglied belasten könnten.

Am kommenden Montag, 13. November, an dem eigentlich die Aussage der Mutter erfolgen sollte, soll nun laut Gericht der angeklagte 25-Jährige die Chance erhalten, sich noch weiter zu der Tötung seiner Großmutter und zweier Polizisten auf der Flucht zu äußern. Die Planänderung des Gerichts folgt einem umfassenden Geständnis des Angeklagten, der am Dienstag mehrere Stunden lang detailliert von dem Verbrechen berichtet hatte. Er hatte eingeräumt seine Großmutter am 28. Februar dieses Jahres erstochen und erschlagen zu haben, sagte jedoch, er habe die Polizisten nicht absichtlich getötet. Ob Jan G. sich am Montag tatsächlich noch weiter äußern wird, ist unklar.

Das Verhältnis des jungen Mannes zu seiner Mutter muss nach bisherigen Erkenntnissen als hoch gestört gelten. Unter anderem hatte der oft unter Drogeneinfluss stehende Jan G. seiner Mutter und deren Lebensgefährten mehrfach mit dem Tod gedroht – mal wollte er das Haus anzünden, mal der Mutter die Kehle durchschneiden. Im Prozessverlauf beklagte er sich, dass seine als Nebenklägerin anwaltlich im Verfahren vertretene Mutter nicht persönlich im Gerichtssaal erschien, um den Schilderungen ihres Sohnes zu lauschen. Dabei sprach der Angeklagte von seiner Mutter als „Frau G.“.

Von Ulrich Wangemann

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