Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Mutter von mutmaßlichem Dreifachmörder schweigt
Brandenburg Mutter von mutmaßlichem Dreifachmörder schweigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:23 10.11.2017
Bei Oegeln starben die beiden Polizisten. Quelle: Ulrich Wangemann
Anzeige
Frankfurt (Oder)

Im Fall des Dreifachmordes von Oegeln und Müllrose (Oder-Spree) wird die Mutter des Angeklagten Jan G. von ihrem Recht Gebrauch machen, nicht gegen ihren Sohn aussagen zu müssen. Das teilte das Landgericht Frankfurt (Oder) mit. Das Strafrecht sieht vor, dass enge Angehörige von Angeklagten keine Aussage machen müssen, mit der sie ihr Familienmitglied belasten könnten.

Am kommenden Montag, 13. November, an dem eigentlich die Aussage der Mutter erfolgen sollte, soll nun laut Gericht der angeklagte 25-Jährige die Chance erhalten, sich noch weiter zu der Tötung seiner Großmutter und zweier Polizisten auf der Flucht zu äußern. Die Planänderung des Gerichts folgt einem umfassenden Geständnis des Angeklagten, der am Dienstag mehrere Stunden lang detailliert von dem Verbrechen berichtet hatte. Er hatte eingeräumt seine Großmutter am 28. Februar dieses Jahres erstochen und erschlagen zu haben, sagte jedoch, er habe die Polizisten nicht absichtlich getötet. Ob Jan G. sich am Montag tatsächlich noch weiter äußern wird, ist unklar.

Das Verhältnis des jungen Mannes zu seiner Mutter muss nach bisherigen Erkenntnissen als hoch gestört gelten. Unter anderem hatte der oft unter Drogeneinfluss stehende Jan G. seiner Mutter und deren Lebensgefährten mehrfach mit dem Tod gedroht – mal wollte er das Haus anzünden, mal der Mutter die Kehle durchschneiden. Im Prozessverlauf beklagte er sich, dass seine als Nebenklägerin anwaltlich im Verfahren vertretene Mutter nicht persönlich im Gerichtssaal erschien, um den Schilderungen ihres Sohnes zu lauschen. Dabei sprach der Angeklagte von seiner Mutter als „Frau G.“.

Von Ulrich Wangemann

Brandenburg NSU-Untersuchungsausschuss in Potsdam - V-Mann warnte Neonazis vor Razzia

Der NSU-Untersuchungsausschuss hat am Freitagmorgen die Oberstaatsanwältin Marianne Böhm vernommen, die 2001 interne Ermittlungen zu einer verratenen Razzia gegen die Rechtsextremisten geleitet hatte. Die Razzia im Februar 2001 war vorzeitig den Neonazis verraten worden und hatte daher keine Ergebnisse gebracht.

10.11.2017
Brandenburg Herbstwetter in Brandenburg - Igelschutz ist ganz einfach

Die Wetteraussichten am kommenden Wochenende versprechen nichts Gutes. Regen und in der Nacht Temperaturen am Gefrierpunkt. Da lohnt auch der Gang in den Garten nicht, um das Herbstlaub wegzukehren. Gut so, denn ein Säugetier profitiert von den liegengebliebenen Blätterbergen.

10.11.2017

Mit Hilfe hauptamtlicher Stellen („Ehrenamts-Koordinatoren“) sollen nach Vorstellung des DRK die Freiwilligen in den Kreisverbänden entlastet werden – die Hilfsorganisationen des Katastrophendienstes sorgen sich, hinter den Feuerwehren zurückzustehen im Versuch, Ehrenamtler zu gewinnen.

12.11.2017
Anzeige