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Brandenburg NPD bleibt in Brandenburg ohne Publikum
Brandenburg NPD bleibt in Brandenburg ohne Publikum
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17:34 01.11.2015
Demokratischer Protest gegen die NPD-Mahnwache. Quelle: foto: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Brandenburg an der Havel bleibt kein gutes Pflaster für rechstradikale Hetzer. Zu einer von der NPD angemeldeten Mahnwache am Sonnabendmittag auf dem Neustädtischen Markt versammelten sich 29 Anhänger hinter NPD-Fahnen und Plakaten „Weil wir Deutschland lieben“ oder „Asylmissbrauch macht uns arm“. Unter ihnen waren vor allem Mittelmärker und Havelländer, kaum Brandenburger. Als Redner traten André Schär von der NPD Potsdam-Mittelmark und Michel Müller von der NPD Havel-Nuthe an, letzterer ist mehrfach einschlägig vorbestraft. Beklatscht wurden sie auf dem fast menschenleeren Platz von etwa einem Dutzend Zuschauern.

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Nicht einmal 30 Mitglieder und Sympathisanten – die meisten auch von außerhalb der Stadt Brandenburg – mobilisierte die NPD am Reformationstag für ihre so genannte Mahnwache gegen Asylmissbrauch.

Demgegenüber standen mehr als 250 Havelstädter, die am Reformationstag dem Aufruf des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zur Gegenkundgebung gefolgt waren. Mit Musik und Pfeifkonzerten übertönten sie die rechten Parolen.

Zwischenfälle gab es keine. Als sich eine Gruppe Demonstranten mit einem Plakat „Gebt den Nazis die Straße zurück. Stein für Stein.“ in Richtung NPD-Mahnwache aufmachte, stoppten dies die eigenen Bündnis-Ordner vor der Polizei.

Die bekam an diesem Tag fast nichts zu tun. Einsatzchef war Inspektionsleiter Matthias Tänzer, der weniger als 100 Beamte aufgeboten hatte, von denen gerade mal etwa 30 auf dem Platz sichtbar waren. Die anderen warteten in der Nähe. „Wir wollen die Verhältnismäßigkeit wahren. Nach unserer Lageeinschätzung waren keine größeren Probleme zu erwarten.“ Tänzer behielt Recht. Nach etwa 90 Minuten waren beide Veranstaltungen friedlich beendet.

Zu Beginn des Jahres war es vor allem der Pegida-Ableger BRAMM, der in der Innenstadt gegen die so genannte „Islamisierung des Abendlandes“ und vermeintlichen Asylmissbrauch auf die Straße ging.

Von André Wirsing

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