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Brandenburg Nabu ruft zu Vogelzählung auf
Brandenburg Nabu ruft zu Vogelzählung auf
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08:05 08.01.2016
Auch eine Blaumeise will gezählt werden.   Quelle: dpa-Zentralbild
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Potdam

 Manfred Pohl, Ornithologe beim Nabu (Naturschutzbund) Brandenburg, hat am kommenden Samstag anlässlich der Aktion „Stunde der Wintervögel“ etwas Besonderes vor. Ab neun Uhr morgens will er mit Vogelfreunden beim Potsdamer Kirchsteigfeld die Nuthe entlang spazieren und die dort zu sehenden und zu hörenden Vögel erklären. Bei der Nabu-Aktion, die schon zum 6. Mal stattfinde, gehe es auch darum, Laien für die heimische Vogelwelt zu gewinnen und ihr Bewusstsein für die verschiedenen Arten zu schärfen. „Je genauer ich über die Vogelwelt Bescheid weiß, desto besser kann ich sie schützen“, sagt Pohl, der sich seit rund 45 Jahren autodidaktisch mit Vögeln befasst.

So funktioniert die Zählung

Notieren Sie von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die sie während einer Stunde gleichzeitig sehen. Nutzen Sie dazu die beigefügte Zählhilfe.

Beispiele: Wenn Sie zwei Amseln zur gleichen Zeit sehen, kreuzen Sie die Felder 1 und 2 an. Zählen Sie danach vier Amseln gleichzeitig, kreuzen Sie bis zum Feld 4 an, nicht aber bis zum Feld 6. Sehen Sie anschließend drei Amseln, bleiben Sie bei Feld 4. Kreuzen Sie nicht bis 7 an. So können doppelte Zählungen vermieden werden.

Melden Sie Ihre Beobachtungen und Zählergebnisse online unter www.stundederwintervoegel.de oder telefonisch am 9. und 10. Januar 2016 (von 10 bis 18 Uhr) unter der kostenlosen Nummer 0800/115 71 15. Post geht an den Nabu, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin. Sie können dort auch Vögel melden, die nicht in unserer Aufstellung der meistverbreiteten Arten enthalten sind. Einsendeschluss ist der 18. Januar 2016. www.stundederwintervoegel.de

Doch nicht nur, um sie für die Natur zu begeistern, ruft der Nabu die Märker vom 8. bis zum 10. Januar wieder dazu auf, die in ihrem Garten auftauchenden Wintervögel zu zählen, es geht auch um so etwas wie Inventur, wie Nabu-Sprecherin Heidrun Schöning betont. „Wir wollen auch herausfinden, wie groß die Populationen wirklich sind und wohin der Trend geht.“ So sei zum Beispiel durch die Nabu-Aktionen herausgefunden worden, dass das sogenannte Usutu-Virus nur die Amseln im Südwesten Deutschlands stark dezimiert hatte, die Amseln in Brandenburg dagegen verschont geblieben sind.

Hier können Sie das Formula zum Ankreuzen herunterladen. Einfach auf den Link klicken, die Datei speichern und dann ausdrucken.

vogelzaehlung.pdf (749,3 kB)

Auch Vogelkenner Pohl nennt solche Tendenzen. „Der Klimawandel spielt schon eine Rolle.“ Die Singdrossel, die sonst im Winter nach Südeuropa zog, wurde jetzt im Potsdamer Neuen Garten gesichtet. Auch ein Hausrotschwanz könnte bei der Zählung entdeckt werden, obwohl er eigentlich in der Sahelzone weilen sollte. Meist werden die Märker aber wohl doch eher Meisen, Haus- und Feldsperlinge sowie Amseln und Grünfinken beobachten.

Von Rüdiger Braun

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