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Brandenburg Böllertod: Verfahren gegen Bekannten
Brandenburg Böllertod: Verfahren gegen Bekannten
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00:19 05.01.2018
In Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) kam am Jahreswechsel ein 19-Jähriger kurz nach Mitternacht durch selbstgebautes Feuerwerk ums Leben. Quelle: Rainer Schüler
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Potsdam

Nach dem Tod eines 19-Jährigen in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), der offenbar durch selbst gebasteltes Feuerwerk in der Silvesternacht starb, hat die Potsdamer Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen einen Bekannten des Opfers eingeleitet.

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An dieser Stelle ist in der Silvesternacht ein 19-Jähriger ums Leben gekommen

Die Ermittler vermuten offenbar, dass der 19-Jährige den Sprengkörper nicht allein hergestellt hat. Das Verfahren richtet sich gegen eine männliche Person wegen des Verdacht des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Sigrid Komor, der MAZ. Derzeit liefen die Vernehmungen der Zeugen sowie die kriminaltechnischen Untersuchungen.

Eine Gruppe von rund 20 Personen hatte an der Feier in Kleinmachnow teilgenommen. Offen seien die genauen Umstände des Todes des Jugendlichen, die Art des Sprengstoffs, der verwandt wurde und auch, wer letztlich das tödliche Feuerwerk gebastelt hat. „Es gibt noch kein klares Bild“, so die Staatsanwältin. Der 19-Jährige war von der Explosion am Kopf getroffen worden. Er starb trotz sofortiger Reanimationsversuche noch auf der Straße.

Im Fall des 35-Jährigen, der bei einer Feuerwerksexplosion in Gusow-Platkow (Märkisch-Oderland) ums Leben kam, tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Als sich die Explosion hinter einem Haus ereignete, soll der Mann allein gewesen sein. Augenzeugen gibt es keine. Der 35-Jährige soll nicht aus dem Ort stammen, allerdings im Landkreis wohnen. Unklar ist auch, ob es sich um einheimisches oder ausländisches Feuerwerk handelte, sagte eine Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion Ost. Trotz sofortiger Erster Hilfe erlag der Mann noch in der Silvesternacht vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Die Polizei in Brandenburg rückte zwischen dem 31. Dezember und 1. Januar insgesamt 1700 Mal zu Einsätzen aus. Das ist zahlenmäßig laut Polizei vergleichbar mit den Jahren davor. Es gab zwei getötete Personen sowie 12 Verletzte. Aus Sicht der Polizei war es dieses Jahr eine besonders schlimme Silvesternacht.

Derweil wird auch in der Politik über die Folgen der Silvesternacht diskutiert. Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Björn Lakenmacher, plädiert dafür, an neuralgischen Punkten in Innenstädten wie großen Straßen, Kreuzungen und Plätzen das Abbrennen von Pyrotechnik zu verbieten. Dort sei die Gefährdung von Menschen durch Feuerwerk besonders groß. Der CDU-Politiker brachte überdies Reglementierungen bei der Herstellung von Pyrotechnik durch den Handel ins Spiel. Eine Minimierung der Dosis der Sprengmittel könnte dafür sorgen, dass Menschen im Falle des unsachgemäßen Verwendens weniger zu Schaden kommen. „Die Pyrotechnik muss auf den Prüfstand.“ Ein Verbot von Knallern und Böllern lehne aber ab.

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An dieser Stelle ist in der Silvesternacht ein 19-Jähriger ums Leben gekommen

Von Igor Göldner

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