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Brandenburg Innenminister vermutet weitere IS-Terroristen
Brandenburg Innenminister vermutet weitere IS-Terroristen
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11:38 03.06.2016
Einer der drei Terrorverdächtigen wird von der Polizei abgeführt. Auch in Brandenburg ist ein mutmaßlicher Terrorist festgenommen worden. Ob es sich auf dem Foto um ihn handelt, kann nicht gesagt werden. Quelle: dpa
Potsdam

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) rechnet damit, dass es weitere mutmaßliche IS-Terroristen in Brandenburg gibt. Man gehe von einer niedrigen zweistelligen Zahl potenzieller Gefährder aus, sagte Schröter dem RBB nach der Festnahme eines 28-jährigen mutmaßlichen Terroristen im Landkreis Märkisch-Oderland. Der Minister lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den französischen Behörden. Deren Informationen hatten dazu geführt, dass am Donnerstag in Deutschland drei Terrorverdächtige festgenommen wurden.

– Vermummte Polizisten stürmten am Donnerstag das Heim und suchen nach Hamza C. Der Mann aus Syrien soll Kopf einer IS-Zelle sein, die einen Terroranschlag in Düsseldorf geplant hat. MAZ-Redakteur Ulrich Wangemann war vor Ort.

Innenminister: Abstrakte Gefährdung ist hoch

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte dem RBB, der Vorfall zeige, dass die abstrakte Gefährdung in Deutschland nach wie vor hoch sei. Er zeige aber auch, dass die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Europa ihre Früchte trage. „Dass es hier zu Festnahmen gekommen ist, ist das Ergebnis einer langen und gemeinsamen Observation.“

In Bliesdorf ist am Donnerstag ein mutmaßlicher IS-Terrorist festgenommen worden. Quelle: dpa-Zentralbild

Der 28-Jährige lebte in einer Flüchtlingsunterkunft in Bliesdorf im Oderbruch. Er war nach Angaben des Landkreises über die Türkei, Griechenland und die Erstaufnahmestelle Eisenhüttenstadt im Spätsommer 2015 in die Region gelangt. Er soll gemeinsam mit zwei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg festgenommenen Männern einen Anschlag in Düsseldorf geplant haben.

Polizeigewerkschaft warnt vor Generalverdacht gegen Flüchtlinge

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, warnt angesichts der jüngsten Anschlagspläne auf die Düsseldorfer Innenstadt davor, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. Es sei ganz offensichtlich die Strategie des Islamischen Staates (IS), Flüchtlinge zu diskreditieren, indem die Terrororganisation eigene Leute als Asylbewerber nach Europa einschleuse, sagte Wendt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Nötig wäre das nicht. Der IS hat viel Geld und könnte andere Wege nutzen.“

Die Terrororganisation tue es trotzdem, um gezielt Flüchtlinge in Misskredit zu bringen und Ängste vor ihnen zu schüren. „Dem muss man entschieden entgegentreten.“ Es wäre furchtbar, den Menschen, die in Deutschland Schutz suchten, pauschal Terrorabsichten zu unterstellen. Wendt sagte, er könne auch die rechtspopulistische AfD nur davor warnen, den aktuellen Fall zu nutzen, um daraus politisch Kapital zu schlagen.

Von MAZonline

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