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Nach Mord: Vermieter (82) sitzt in U-Haft

Mord in Glienicke/Nordbahn Nach Mord: Vermieter (82) sitzt in U-Haft

Neuigkeiten zum Verbrechen in Glienicke/Nordbahn (Oberhavel): Eine 75 Jahre alte Frau ist am Montag auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses getötet worden. Die Polizei hat bereits kurz danach einen Tatverdächtigen festgenommen. Nun sitzt der Mann wegen mutmaßlichen Mordes in Untersuchungshaft.

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Nun wurde ein Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter wegen Mordes eingeleitet.

Quelle: dpa-Zentralbild

Glienicke/Nordbahn. Es gibt neue Erkenntnisse über den Mord an einer 75 Jahre alten Frau aus Glienicke/Nordbahn (Oberhavel), die am Montag erstochen wurde. Gegen den 82-jährigen Tatverdächtigen wurde am Dienstag von der Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen Mordes Haftbefehl erlassen. Sie geht von Heimtücke aus. Gegenwärtig sitzt der mutmaßliche Mörder in Untersuchungshaft, nachdem er in der Vernehmung die Tat gestanden hat. Außerdem wurde die Obduktion der Frau angeordnet. Mit dieser standardmäßigen Untersuchung soll unter anderem die Todesursache zweifelsfrei bestimmt werden.

Heimtückischer Mordfall

Nach den ersten Ermittlungen zu den Todesumständen geht die Staatsanwaltschaft von einem heimtückischen Mordfall aus. Das sagte Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer auf Nachfrage. Er bestätigte Aussagen aus der Nachbarschaft, wonach der Tat langwierige Streitigkeiten zwischen dem 82-Jährigen Vermieter und der Frau vorausgegangen waren. Die Auseinandersetzung um die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Koebisstraße wurde auch vor Gericht ausgetragen. Die 75-Jährige zog mit ihrem Mann aber nicht aus.

Mit Messer angegriffen und niedergestochen

Der mutmaßliche Täter aus Hohen Neuendorf hat seine Mieterin am Montagmittag auf dem Hof mit einem Messer angegriffen und niedergestochen. Dabei verletzte er sein Opfer so, dass es binnen kurzer Zeit am Tatort verblutete. Ihr Ehemann soll sie gefunden haben.

Nachbar hörte Hilfeschreie

Ein unmittelbarer Nachbar und Ohrenzeuge schließt nicht aus, dass der Ehemann bei der Auseinandersetzung sogar anwesend war oder zumindest darauf zukam. Er habe plötzlich Hilfeschreie gehört, als er auf seinem Grundstück schräg gegenüber gerade in der Garage arbeitete, berichtet der Nachbar. Als er nachschaute, habe das Fahrzeug des Vermieters ebenso vor dem Grundstück gestanden wie das Auto des Ehemannes.

Wie oft der Täter zustach, wo er sein Opfer traf und warum er überhaupt ein Messer mit sich führte, darüber könne er „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Auskunft geben, sagte der Oberstaatsanwalt. Der Angriff sei allerdings „überraschend“ erfolgt. Der Täter habe „die Arg- und Wehrlosigkeit der Frau ausgenutzt“, so Andreas Pelzer. Die Staatsanwaltschaft sehe in diesem Fall deshalb „das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt“.

Von MAZonline

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