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Ruf nach Videoüberwachung wird lauter

Nach Morden an Elias (6) und Mohamed (4) Ruf nach Videoüberwachung wird lauter

Dass der mutmaßliche Mörder von Elias und Mohamed festgenommen werden konnte, ist auch Videoaufnahmen zu verdanken. Auf diesen ist er erkannt und dadurch überführt worden. Nun ist eine Debatte darüber entbrannt, wie viel Überwachung sein darf. CDU-Politiker wollen nun auch Spielplätze überwachen lassen.

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Elias (6) und Mohamed (4, links) sind von einem 32-jährigen Brandenburger getötet worden.

Quelle: MAZ

Potsdam. Nach den unfassbaren Morden an Elias aus Potsdam und Mohamed aus Berlin ist nun eine Debatte darüber entbrannt, ob öffentliche Plätze künftig stärker von Videokameras überwacht werden sollen. Die CDU fordert, dass auch Spielplätze überwacht werden sollten. In einem Radiointerview für den RBB sagte der Innenpolitiker Robbin Juhnke, solche Kameras könnten eine präventive Wirkung haben.

Sollte es mehr Videoüberwachung geben?

Sollte es mehr Videoüberwachung geben?

Hintergrund der Diskussion ist die Festnahme von Silvio S.. Der 32-jährige Brandenburger hatte in einer Polizei-Vernehmung gestanden, Elias und Mohamed entführt und getötet zu haben. Beide Jungen soll er auch missbraucht haben. Silvio S. konnte auch deswegen festgenommen werden, weil er durch Videoaufnahmen überführt wurde. Die Aufnahmen zeigen ihn wenige Stunden vor der Entführung von Mohamed. Seine Eltern erkannten den Brandenburger auf den Aufnahmen und riefen die Polizei.

Die Aufnahmen sind allerdings illegal entstanden. Denn die Kamera, die zu einer Kneipe gehörte, erfasste auch den Bürgersteig, was nicht erlaubt ist.

Diskutieren Sie mit!

Diskutieren Sie mit – sollten öffentliche Plätze stärker mit Kameras überwacht werden? Könnte das für mehr Sicherheit sorgen oder wird diese so nicht erhöht. Greifen Kameras an öffentlichen Plätzen zu sehr in unsere Privatsphäre ein oder sind sie ein notwendiges Übel?

Was meinen Sie? Sagen Sie uns Ihre Meinung. Schreiben Sie einen Kommentar auf unserer Facebook-Seite oder schicken Sie uns eine E-Mail: leserbriefe@maz-online.de.

Der Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Kriminalbeamter in Berlin, Michael Böhl, sagte dem RBB, dass es wichtig sei, dass die Kameras technisch auf dem neuesten Stand seien und eine gute Bildqualität liefern. Von S. hatte es kurz nach der Entführung schon Bilder einer Überwachungskamera gegeben, diese waren allerdings unscharf und brachten keine entscheidenden Hinweise.

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30. Oktober 2015: Am Freitag hat die Polizei damit begonnen in Luckenwalde den Kleingarten von Silvio S. zu durchsuchen. Dort hat er nach eigenen Angaben die Leiche des kleinen Elias vergraben. Die Ermittler haben eine Leiche gefunden, die nun obduziert wird. Am Sonnabend gingen die Untersuchungen auf dem Grundstück weiter.

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Grüne und Piraten sprechen sich hingegen gegen mehr Überwachung aus. Sie glauben nicht an einen präventiven Effekt. Der innenpolitische Sprecher der Berliner Piratenfraktion Christopher Lauer (parteilos) fordert stattdessen mehr Sicherheitspersonal an wichtigen Stellen.

Der innenpolitische Sprecher der Grünenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux, sagte, dass man nicht plötzlich alle Spielplätze mit Kameras ausstatten könne. Das sei auch rechtlich nicht möglich. Er selbst würde sich auch vor Spielplätzen, die videoüberwacht werden, eher fürchten und nicht sicherer fühlen.

Von MAZonline

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