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Brandenburg Nach Terrorverdacht: Verstärkte Kontrollen bei Stadtfest
Brandenburg Nach Terrorverdacht: Verstärkte Kontrollen bei Stadtfest
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11:15 25.08.2016
Quelle: dpa-Zentralbild
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Eisenhüttenstadt

Auch unter dem Eindruck des Falles zweier Terrorverdächtiger hat Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) die Sicherheitsvorkehrungen für das bevorstehende Stadtfest erhöht. Es werde verstärkt stichprobenartig Rucksack-Kontrollen geben, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Zudem würden mehr zivile Polizeikräfte im Einsatz sein. Das Fest beginnt am Freitag, dauert drei Tage und gilt als jährlicher Höhepunkt in der ostbrandenburgischen Stadt.

Polizei fand bei Durchsuchung Feuerwerkskörper

Das Stadtfest hatten zwei festgenommene Terror-Verdächtige in Chats erwähnt, wie Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt vergangene Woche mitteilten. Allerdings sei es nicht zu konkreten Absprachen gekommen. Ein Spezialeinsatzkommando hatte vor einer Woche die Wohnung eines 27-Jährigen nach Sprengmitteln durchsucht und war unter anderem auf Feuerwerk gestoßen.

Die Staatsanwaltschaft wertet nach eigenen Angaben derzeit elektronische Datenträger wie Handys der beiden aus. Der 27 Jahre alte Islam-Konvertit sitzt der Behörde zufolge weiter in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl gegen einen 30-jährigen tatverdächtigen Komplizen sei unter strengen Auflagen weiter ausgesetzt.

Experte warnt vor Salafisten in Eisenhüttenstadt

Der Terrorismusexperte und Undercoverjournalist Shams Ul-Haq warnt davor, dass Salafisten in Eisenhüttenstadt Kontakt zu Flüchtlingen suchen. Ul-Haq fühlt sich angesichts des aktuellen Falls an seine Recherchen in Eisenhüttenstadt in diesem Frühjahr erinnert. Damals war er inkognito in die Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt gegangen. Er warnt davor, dass radikale Salafisten bei den Flüchtlingen um neue Unterstützer werben. „ Als ich in Eisenhüttenstadt war, standen ständig solche Männer vor dem Heim und haben versucht, die Flüchtlinge für sich zu gewinnen“, sagte Haq. „Das ist eine echte Gefahr. Denn die Flüchtlinge sind einsam und anfällig für Propaganda.“

Von MAZonline

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