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Brandenburg Nach Tod von Feuerwehrmännern: Prozess gegen Lkw-Fahrer beginnt
Brandenburg Nach Tod von Feuerwehrmännern: Prozess gegen Lkw-Fahrer beginnt
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10:30 04.12.2018
Der umgestürzte Feuerwehrwagen am 5. September 2017 auf der A2. Zwei Feuerwehrleute kamen bei dem Unfall ums Leben. Quelle: Morris Pudwell
Brandenburg/Havel

Mehr als ein Jahr nach dem tragischen Tod von zwei Feuerwehrmännern bei einem Rettungseinsatz auf der Autobahn A2 muss sich ein Lastwagenfahrer vor dem Amtsgericht Brandenburg/Havel verantworten.

Der 57-Jährige steht von Dienstagmorgen an wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht. Der Lastwagen des Mannes hatte an einer Unfallstelle auf der Autobahn bei Kloster Lehnin (Potsdam-Mittelmark) das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr gerammt. Das Fahrzeug kippte um und begrub die beiden 23 und 38 Jahre alten Rettungskräfte unter sich. Der Fahrer des Feuerwehrwagens wurde verletzt.

Der Verkehr war am 5. September 2017 am frühen Morgen gegen 2.15 Uhr nach einem Unfall auf der Autobahn auf der linken Fahrspur abgeleitet worden. Bei der Vorbeifahrt erfasste der Sattelzug des 57-Jährigen zunächst ein Polizeiauto und schleuderte dieses dann gegen den Wagen der Feuerwehr. Laut Anklage war der Fahrer des Lastwagens übermüdet.

Der Tod der beiden Männer hatte bundesweit eine große Betroffenheit ausgelöst. An öffentlichen Gebäuden wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt. Ein Jahr später wurden am Feuerwehrgerätehaus in Kloster Lehnin zwei Gedenkstelen für die getöteten Männer errichtet.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Kommentar: Die bitteren Lehren aus der A2-Tragödie

Denkmal für die Feuerwehrmänner im Gespräch

Tragödie auf der A2 weckt böse Erinnerungen

Spendenkonto für Familien der getöteten Kameraden

Von Klaus Peters

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