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Brandenburg Brandschutzplan steht auf dem Prüfstand
Brandenburg Brandschutzplan steht auf dem Prüfstand
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20:23 11.10.2018
Großbrand in einem Wald in Brandenburg zwischen den OrtschaftenTreuenbrietzen und Jüterborg (Symbolfoto). Quelle: imago/Marius Schwarz
Peitz

Nach den verheerenden Waldbränden in Brandenburg in diesem Sommer stellt der Landesbetrieb Forst seinen Brandschutzplan auf den Prüfstand. Man wolle künftig besser gerüstet sein, sagte Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger (SPD) gestern in Peitz (Spree-Neiße). Es würden 36 neue Stellen für die Prävention geschaffen.

Bei rund 470 Waldbränden – zum Teil auf ehemaligen Militärgeländen – waren landesweit rund 1630 Hektar Wald betroffen – seit 1990 der bislang höchste Wert nach Angaben des Forstministeriums. Der Gesamtschaden summierte sich auf etwa elf Millionen Euro. Aufgrund der sandigen Böden und des mit 70 Prozent sehr hohen Anteils von Kiefern besteht in Brandenburg die höchste Waldbrandgefährdung bundesweit.

In einem Zehn-Punkte-Plan hat die Forstverwaltung nun die Erfahrungen des Sommers eingearbeitet. So soll das bewährte flächendeckende Früherkennungssystem „Fire Watch“ auf den aktuellen Stand gebracht werden. Derzeit sind 108 Sensoren auf Türmen installiert, die jeweils bis zu 70 000 Hektar überwachen können. In sechs Waldbrandzentren werden die übertragenen Bilder ausgewertet und frühzeitig Alarm ausgelöst.

Oft fehlten Schutzwege

Gesucht wird nach Angaben des Ministerium auch nach Orten, wo keine Löschwasser-Entnahmestellen zur Verfügung stehen. Oft fehlten in den Forsten zudem ausreichend Brand- und Katastrophenschutzwege. Zur Verbesserung der Kommunikation der Helfer sollen für die Diensthandys Karten angeschafft werden, die für mehrere Netze funktionieren.

Für die märkischen Wälder bedeuteten die vergangenen Monate einen ungeheuren Härtestress. Die Bäume seien lange nicht einer so starken Trockenheit und Hitze ausgesetzt gewesen, hieß es. Vor schwierigen Situationen standen die Löschkräfte vor allem bei Bränden auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. Wegen der Gefahr aufgrund der dort noch lagernden Munition dürfen sie nicht betreten werden.

Von dpa