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Brandenburg Nächste Gewitterfront fegt über Brandenburg
Brandenburg Nächste Gewitterfront fegt über Brandenburg
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22:26 22.06.2017
Am Nachmittag kam es im ganzen Land zu Starkregen und Orkanböen, wie hier in Nauen  Quelle: Sophia Bootz
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Potsdam

Nach dem Unwetter ist vor dem Unwetter: Am Abend fegte eine weitere Gewitterfront von Westen her über Brandenburg hinweg. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) muss noch bis in die Nacht mit heftigem Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel gerechnet werden.

Der Boden von Ästen übersät, umgefallene Bäume, mehrere Verletzte - das Unwetter am Donnerstag hat Brandenburgs Feuerwehren mehr als 450 Einsätze beschert. Schwerpunkt war mit 250 Einsätzen der Bereich der Regionalleitstelle in Brandenburg/Havel. Am häufigsten seien abgeknickte Zweige und Äste sowie umgestürzte Bäume gemeldet worden, sagte der Lagedienstführer.

In der Landeshauptstadt Potsdam fielen mehrere Bäume um, einer davon beschädigte gleich vier Autos. Auch direkt vor dem Redaktionsgebäude der MAZ in Potsdam wurde ein Baum vom Wind umgeweht.

"Wir ertrinken in Einsätzen"

Besonders oft mussten die Wehren in die südlichen Bereiche der Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming ausrücken. „Wir ertrinken in Einsätzen“, stellte der Lagedienstführer am Nachmittag fest. Etwa 250 Fahrzeuge waren zeitweise im Bereich der Regionalleitstelle unterwegs.

In vielen Teilen Brandenburgs hat das Unwetter am Donnerstag schwere Verwüstungen hinterlassen. In einigen Gegenden sorgten Sturm und Starkregen aber vor allem für beeindruckende Wolkenformationen.

Das Gewitter sei von Nordwesten bis nach Potsdam gezogen, hieß es von der Regionalleitstelle Nordwest. Der komplette Bereich von der Prignitz bis in die Landeshauptstadt war demzufolge gleichermaßen betroffen; insgesamt 172 Einsätze registrierte die Feuerwehr. Es habe zahlreiche Notrufe gegeben, weil Brandmeldeanlagen wegen des Gewitters ausgelöst worden seien.

Ast durchbohrt Autoscheibe

In Nauen (Havelland) durchbohrte ein Ast die Frontscheibe eines Autos; zwei Erwachsene und ein Kind kamen verletzt ins Krankenhaus. Bei Dallgow-Döberitz (Havelland) wurde die Bahnstrecke zwischen Berlin und Stendal gesperrt, weil ein Baum die Oberleitung heruntergerissen hatte. Am frühen Abend sollten die Züge wieder fahren.

Klicken Sie hier, um zahlreiche wichtige Tipps zu lesen, wie Sie sich bei Gewitter verhalten sollten.

In der Lausitz gab es am Nachmittag 19 witterungsbedingte Feuerwehreinsätze. Bäume fielen auf Straßen und Fahrzeuge, wie der Lagedienstführer berichtete. In Zeuthen (Dahme-Spreewald) wurde ein Mensch im Auto verletzt.

Tornado über Hamburg gesichtet

Durch das Unwetter ging für Bahnreisende stundenlang nichts mehr: Umgestürzte Bäume hatten alle ICE-Strecken im Norden - auch nach Berlin - lahmgelegt. Auf der Strecke Hamburg-Berlin fuhren die Züge am späten Nachmittag wieder. Zwischen Hannover und Berlin hatten laut Bahn mehrere entwurzelte Bäume die Gleise oder die Oberleitung beschädigt. Bergung und Reparatur sollten bis in Freitagmorgen dauern. Der Nordosten des Landes war hingegen von dem Unwetter kaum betroffen: In den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Uckermark wurden ganze vier Feuerwehreinsätze im Zusammenhang mit Bäumen registriert.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gab es in Hamburg auch einen Tornado zu sehen. Auch das Festival „Hurricane“ ist von dem Unwetter betroffen. Der Veranstalter hat Festivalgäste gebeten, möglichst erst am Freitag zu anzureisen.

Von MAZonline

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