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Nauen-Prozess: Zwei Frauen unter Verdacht

Brandanschlag auf Turnhalle Nauen-Prozess: Zwei Frauen unter Verdacht

Sechs Neonazis stehen wegen des Anschlags auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen vor Gericht. Nun haben die Ermittler offenbar auch zwei Frauen aus dem näheren Umfeld der Angeklagten im Visier.

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Quelle: dpa

Nauen. Es sind sechs Männer aus dem Neonazi-Milieu, die sich derzeit vor dem Potsdamer Landgericht für eine Serie von Straftaten in Nauen verantworten müssen. Nach Medien-Informationen stehen nun auch zwei Frauen unter schwerem Verdacht.

Wie der RBB am Donnerstag aus Justizkreisen erfuhr, ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen eine 22-Jährige. Die Ex-Freundin des Hauptangeklagten, NPD-Politiker Maik Schneider, hatte in einer polizeilichen Vernehmung angegeben, Paletten für die Turnhallenbrandstiftung besorgt zu haben.

23-Jährige kommt in März vor Gericht

Gegen eine 23-Jährige aus Nauen ist die Anklage bereits fertig. Sie wird sich im März vor dem dortigen Amtsgericht verantworten müssen, so ein Gerichtssprecher. Der Vorwurf lautet: Beihilfe zur Brandstiftung. Die Angeklagte soll Brennstoff besorgt haben, mit dem das Auto eines Polen angezündet wurde.

Der Angeklagte W, hat bereits gestanden, das Auto eines Polen angezündet zu haben

Der Angeklagte W, hat bereits gestanden, das Auto eines Polen angezündet zu haben. Allerdings nennt er dafür einen anderen Grund als Fremdenfeindlichkeit.

Quelle: Julian Stähle

In dem Prozess müssen sich sechs Neonazis wegen des Anschlags auf eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge verantworten. Dabei brannte die Sporthalle eines Oberstufenzentrums im August 2015 vollständig nieder. Der Gruppe werden als krimineller Vereinigung noch weitere rechtsextreme Straftaten vorgeworfen.

Inhaftierter Angeklagter kommt frei

Der als Rädelsführer angeklagte NPD-Politiker Maik Schneider blockiert immer wieder die Verhandlung – scheiterte jedoch auch am Donnerstag mit einem Befangenheitsantrag. Dafür ist einer der inhaftierten Angeklagten auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Grund für die Freilassung ist wohl, dass der Prozess länger dauern wird als zunächst geplant. Der Prozess wird im kommenden Jahr ab dem 5. Januar fortgeführt. Sechs Termine sind bislang festgelegt. Wahrscheinlich werden zwei weitere dazu kommen.

Von MAZonline

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