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Brandenburg Neue Präsidentin Eva Schmitt-Rodermund will interdisziplinäre Fachhochschule
Brandenburg Neue Präsidentin Eva Schmitt-Rodermund will interdisziplinäre Fachhochschule
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19:19 25.02.2019
Feierliche Amtsübergabe der neuen Präsidentin der FH Potsdam Prof.Dr.Eva Schmitt-Rodermund,hier Glückwünsche vom Präsident bis 2018 Prof.Dr.Eckehard Binas Foto:Bernd Gartenschläger Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Wenn es ihr darum gegangen wäre, an diesem Nachmittag Rezepte zur Leitung einer modernen Fachhochschule zu sammeln, die Psychologin Eva Schmitt-Rodermund hätte bei der offiziellen Amtsübergabe im großen Hörsaal der Fachhochschule Potsdam (FH) genug Stoff für die kommenden sechs Jahre als Präsidentin der Einrichtung gefunden. Der frühere Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Jena, Klaus Dicke, sagte, eine Hochschule müsse der Globalisierung, dem Innovationsdruck, der Wissensgesellschaft und der Digitalisierung gerecht werden. Ihr unmittelbarer Vorgänger im Amt, Eckehard Binas, zählte buchstäblich an fünf Fingern auf, welche unterschiedlichen, sich teils widersprechenden Rollen zum Beispiel als Gesicht der Hochschule, aber auch als Entwickler von Strategien ein FH Präsident erfüllen muss.

Herausforderungen bei knappen Ressourcen

Die seit Anfang Januar amtierende neue Präsidentin steht aber gut auf eigenen Beinen. Mit Verve trug sie ihre Skizze von der künftigen FH vor. „Hochschulen stehen heute vor ganz neuen Herausforderungen“, sagte die frühere stellvertretende Kanzlerin der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Bei knappen Ressourcen, projektgebundener Finanzierung und einem Wettbewerb um gute Köpfe müssten sie trotzdem eine sehr vielfältige Studierendenschaft auf die Zukunft vorbereiten. Auf den Punkt gebracht heißt es für Schmitt-Rodermund: „Eine Hochschule, die einfach zu führen ist, ist keine Hochschule.“

Die FH –und nicht nur sie –verglich sie in ihrer organischen Entwicklung mit einem verwinkelten Haus „mit vielen Balkonen, Treppchen und Nebentrakten“. Wie wird aus diesem verwinkelten Haus ein funktionsfähiger Zweckbau?

Gemeinsam Reformen anpacken

Nicht durch eine Art unternehmerische Führung von oben nach unten, stellte Schmitt-Rodermund klar. Vielmehr bevorzuge sie das Modell der „Gegenstromprozesse.“ Das bestehe darin, dass die Leitung Vorschläge mache und die Hochschulmitglieder zur Akzeptanz und Machbarkeit befrage. Die wiederum könnten mit Verbesserungs- und Änderungsvorschlägen kommen. „Ein solches Modell passt nach meinem Verständnis sehr gut in den Hochschulzusammenhang.“

Und was soll eine modernisierte FH Potsdam leisten? Vor allem eine praxisnahe Ausbildung, sagt Schmitt-Rodermund. „Der Pool des zu Wissenden ist so groß geworden, dass ein Curriculum das gar nicht mehr abdecken kann.“ Deshalb werde es immer wichtiger, Methoden des Wissenserwerbs zu vermitteln. Ständig würden sich auch die Fragen und Inhalte verändern. Schmitt-Rodermund verbindet deshalb mit gutem Unterricht nicht nur Fremdsprachenkenntnis im weitesten Sinne – auch die Sprache der Programmierer sei eine Sprache – „unsere Lehre muss interdisziplinär, international und digital werden“. Die Kollegen und Studierende rief sie auf „gemeinsam Visionen zu teilen, wo wir in sechs Jahren stehen wollen“.

Die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht. Schon jetzt hat die 213 Lehrende und 3518 Studierende zählende Hochschule Forschendes Lehren und Interdisziplinarität in Fächerübergreifenden Gruppen auf dem Lehrplan. Und nicht ganz zu Unrecht nennt Vorgänger Binas die FH ein wohlbestelltes Haus. Der Umzug auf den Campus an der Pappelallee ist komplett, die Ausstattung dort hervorragend und Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) stellt drei neue Professuren und sechs Stellen für das Wissenschaftsmanagement in Aussicht.

Von Rüdiger Braun

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