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Neuer Höchststand bei Masern in Brandenburg

Berlin: 111 neue Fälle in einer Woche Neuer Höchststand bei Masern in Brandenburg

Die Masern greifen in Brandenburg und vor allem in Berlin weiter um sich. In Brandenburg wurden bisher in diesem Jahr 62 Fälle von Masern registriert, das sind 49 Fälle mehr als im gesamten Vorjahr. In Berlin wurden allein in dieser Woche 111 neue Fälle gemeldet. Die meisten Erkrankten waren nicht geimpft. Und Ärzte geben noch keine Entwarnung.

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Berlin. In Brandenburg wurden bisher in diesem Jahr 62 Fälle von Masern registriert, das sind 49 Fälle mehr als im gesamten Vorjahr. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage mit. Fast 90 Prozent der Erkrankten war nicht geimpft bzw. deren Impfstatus ist unbekannt. Die Mehrheit der Masern-Kranken mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Betroffen sind in Brandenburg laut Ministeriumsangaben folgende Regionen: Barnim, Dahme-Spreewald, Havelland, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark und Potsdam.

In Berlin hat die Masernwelle einen neuen Höchststand erreicht. Allein für die laufende Woche wurden bis Freitagvormittag 111 neue Fälle gemeldet. Beim aktuellen Ausbruch sind das so viele wie noch nie in einer Meldewoche. Der bisherige Spitzenwert lag Ende Januar bei 88 Fällen pro Woche. Insgesamt seien damit seit Beginn der Welle im Oktober 724 Menschen an Masern erkrankt, sagte Silvia Kostner, Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales. Fast 600 steckten sich in diesem Jahr an.

Rund ein Viertel der Patienten musste wegen der Schwere der Infektion bisher ins Krankenhaus. Fast 90 Prozent der rund 630 befragten Kranken hatten keinen Impfschutz. Bisher steckten sich in Berlin auch 70 Babys unter einem Jahr an. Wenn ihre Mutter vor der Schwangerschaft nicht gegen Masern geimpft war, haben auch sie keinen Schutz. Eine Impfung ist erst ab neun Monaten zugelassen. Kinderärzte sehen für Babys mit Masern wegen des Risikos einer tödlichen Spätfolge eine besondere Gefahr. Ein Berliner Kleinkind ist im Februar an Masern gestorben. Es war nicht geimpft.

Masern - impfen oder nicht?

Sollte es eine Pflicht zur Masernimpfung geben?

MAZonline; dpa

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Viele neue Ansteckungen und "beschämende" Flüchtlingspolitik

Beunruhigende Entwicklung: In Brandenburg wurden in diesem Jahr bisher 44 Fälle von Masern registriert, das sind 31 Fälle mehr als im gesamten Vorjahr. Noch viel schlimmer sieht es in Berlin aus, wo es dieses Jahr schon 347 Masern-Kranke gab. Ein Experte macht die unzureichende Gesundheitsvorsorge für Flüchtlinge dafür mitverantwortlich.

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