Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Neuer Prozess gegen ICE-Entführer von Nauen
Brandenburg Neuer Prozess gegen ICE-Entführer von Nauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:03 06.08.2015
Der Angeklagte Benjamin S. bei seinem Prozess in Potsdam Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Potsdam

Neun Monate nach der Geiselnahme eines ICE von Berlin nach Hamburg muss sich der 24jährige Tatverdächtige in Berlin vor Gericht verantworten. Obwohl die Tat bei Nauen (Havelland) passierte, ist das Kammergericht der Hauptstadt zuständig, da es sich um ein Staatsschutzdelikt handelt. Einer der Vorwürfe lautet: Nötigung des Bundespräsidenten.

Der Fall war im Juni bereits vor dem Potsdamer Landgericht gelandet Doch als sich herausstellte, dass es sich um ein Staatsschutzdelikt handeln könnte, verwies Richter Jörg Tiemann den Fall an die zuständigen Berliner Kollegen. Am 14. August geht dort nun die Hauptverhandlung los.

Bundespräsident und Kanzlerin sollten seinen Anweisungen folgen

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, dass er am 21. November 2014 im ICE von Berlin nach Hamburg den Zugchef mit einer Schreckschusspistole bedroht und gefordert hat, dass der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin und der Bundesaußenminister in einer Pressekonferenz die Anerkennung Palästinas als Staat durch die Parlamente von Schweden, Großbritannien und Spanien auf das schärfste verurteilen. Zudem forderte der Mann eine halbe Million Euro ein.

Benjamin S. gesteht politische Motive

Der Angeklagte ist Benjamin S., ein 24-Jähriger aus Künzelsau (Baden-Württemberg). Bei der ersten Verhandlung in Potsdam hatte er gestanden, den Intercity aus politischen Motiven gekapert zu haben. Er habe mit einer Schreckschusspistole den Zugchef und bis zu sechs Passagiere bedroht. Um sich Respekt zu verschaffen, schoss der Mann damals in einen Sitz. Dann forderte er vom Zugchef, dass dieser ein Schreiben mit Forderungen am Telefon vorliest.

Fahrgäste überwältigen den Bewaffneten

Einigen Passagieren war es gelungen, den Mann zu überwältigen. Dabei lösten sich drei Schüsse aus der Pistole. Bei dem Zwischenfall wurde zum Glück niemand verletzt.

Benjamin S.: Eine „Herzensangelegenheit“

Beim Prozessauftakt hatte der Angeklagte über seine Tat gesagt: „Es war eine Herzensangelegenheit“. Das palästinensische Hamas-Regime sei unmenschlich – darauf habe er aufmerksam machen wollen.

Von Torsten Gellner

Brandenburg gerät bei der Unterbringung von Flüchtlingen an seine Grenzen. Weil zurzeit keine Container zu haben sind, werden weitere Zelte in Doberlug-Kirchhain aufgebaut. Finanzminister und Vize-Regierungschef Christian Görke (Linke) sieht den Bund in der Pflicht. Er steht damit nicht allein.

06.08.2015
Ostprignitz-Ruppin Tod der BMW-Erbin Johanna Quandt - Pritzwalk trauert um Gönnerin

BMW-Erbin Johanna Quandt ist tot. Sie ist bereits am Montag im Alter von 89 Jahren in ihrem Haus in Bad Homburg verstorben. Die zweitreichste Frau Deutschlands hat sich der Stadt Pritzwalk (Prignitz) gegenüber stets großzügig gezeigt. Die Quandts stammen aus der Prignitz.

06.08.2015
Potsdam Babelsberger Filmparknacht - Tanz und Stuntshow

Die Lange Babelsberger Filmparknacht steigt am Sonnabend wieder. Besucher dürfen sich auf eine spektakuläre Tanzshow der Truppe „Fanatix“ mit Mitgliedern der Babelsberger Stuntcrew freuen. Auch Schwertschaukämpfe und zwei GZSZ-Stars sind mit von der Partie.

05.08.2015
Anzeige