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„Newtopia“-Nachfolger bekommt Livestream

Reality-Experiment wiederbelebt „Newtopia“-Nachfolger bekommt Livestream

„Newtopia“ ist tot – es lebe „Youtopia“. Seit nun einer Woche läuft das neue Projekt von Ex-Pionier Don Diego auf dem alten Produktionsgelände der Sat-1-Show in Zeesen (Dahme-Spreewald). Es gibt schon viele Videos online. Darin lebt die Utopie des alten Formats in Eigenregie wieder auf, teils mit alten Bekannten. Nun ist bekannt, ab wann der neue Livestream startet.

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Eindeutig fähig zur Selbstironie: Im Stil des 80er-Jahre-Kultfilms ‚Waynes World‘ präsentieren Don Diego (l.) und sein Team Videonachrichten zu „Youtopia“.

Quelle: Screenshot: MAZonline

Zeesen. Am Wochenende ist es soweit: Der „Newtopia“-Nachfolger „Youtopia“ nimmt am Samstag, 5. März, um 18 Uhr den Livebetrieb im Internet auf – in Eigenregie. Das gaben die Macher heute offiziell bekannt. Seit einer Woche füllen sie ihren Youtube-Kanal und die Facebook-Seite des Projekts mit Videos und bespielen ihren Blog und Instagram. Dazu gehören ein eigenes Logo und Hintergrundmusik der Band „Die schlechten Ideen“, die in einem der Videos als Hausband bezeichnet wird. Mitunter steht auch mal ein Pferd auf dem Flur – oder gleich mehrere im Wohnzimmer.

Ein Kindheitstraum und viele reaktivierte Fans

Wie berichtet soll der nach außen vermarktete Kerngedanke der im Sommer abgesetzten Sat-1-Reality-Show „Newtopia“ eine neue Chance bekommen. Seit Mitte Januar wirkt ein kleines Team auf dem knapp zwei Hektar großen Gelände im Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen. Dort wohnt seit knapp sechs Wochen Don Diego, der eigentlich Dirk Pauli heißt, und als „Youtopia“-Protagonist in Erscheinung tritt. Er erfülle sich damit einen Kindheitstraum. Die „Newtopia“-Community bejubelt im Kommentarbereich die Wiederbelebung des Projekts, viele alte Fans freuen sich, die vertrauten Gesichter und die brandenburgische Kulisse wiederzusehen.

Pauli lebte im Juni vergangenen Jahres selbst zwei Wochen lang in der „Newtopia“-WG als sogenannter Pionier und war der letzte von insgesamt 36 Teilnehmern. Für seinen persönlichen Neuanfang hat der gebürtige Niedersachse seine Pferde auf das Gelände geholt. Don Diego ist eine Art Aussteiger, der noch Mitbewohner sucht und Wochenend- und Urlaubspioniere herzlich willkommen heißt.

Morgengruß, Abendgruß und Ofengespräche

Inzwischen gibt es Wasser, Strom und moderne Technik inklusive eines kleinen TV-Studios, von dem aus künftig gestreamed wird. Zunächst soll es ein bis zwei Sendungen pro Tag geben. Formate stehen auch schon fest, erste Videos davon sind bereits online. Zum Repertoire gehören „Guten Morgen mit Don“, heimelige „Ofengespräche“ und ein „Abendgruß vom Nachtwächterchen“ mit wechselnden Moderatoren für die ganz kleinen Zuschauer.

In einigen Videos ist Don Diegos 5-jährige Tochter zu sehen, die ab und an zu Besuch ist und dann auf dem Gelände wohnt. Vor allem die Videos mit ihr rühren viele Zuschauer. Ein Clip zeigt die beiden beim improvisierten Theater: das blonde Mädchen als Kapitän auf einem zum Steuerrad deklarierten Bürostuhl und Papa Don, der als Matrose Befehle ausführt. In einer anderen Sequenz ist eine Tanzfläche in der dunklen Scheune mit Kerzen und spärlich bunten Lichtern in Szene gesetzt, Vater und Tochter tanzen schwebend zu dem melancholischen Lied „Wanderers“ von Pothead, halten sich an den Händen – und wirbeln durch die Utopie.

Von MAZonline

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