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Niedrige Preise befeuern Heizöl-Nachfrage

Energie Niedrige Preise befeuern Heizöl-Nachfrage

Heizöl ist so günstig wie zuletzt vor zwölf Jahren in einem August. Für Brandenburgs Brennstoffhändler bedeutet das volle Auftragsbücher. Experten raten: Verbraucher sollten die Entwicklung des Marktes genau verfolgen.

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Viele Brandenburger lassen in diesen Wochen ihre Heizöltanks auffüllen.

Quelle: dpa

Potsdam. In den warmen Monaten schon an den Winter denken – für Besitzer einer Ölheizung zahlt sich das in diesen Tagen aus. Heizöl ist derzeit so günstig wie seit zwölf Jahren nicht mehr in einem August, wie die Internetplattform „heizoel24“ mitteilt. Für 100 Liter werden demnach im bundesweiten Durchschnitt deutlich weniger als 50 Euro fällig. Zu Monatsbeginn war der Preis sogar auf 43,63 Euro gefallen. Hintergrund sind eine anhaltend hohe Rohölförderung und Spekulationen an den Rohstoffmärkten.

Bei Brandenburger Heizölanbietern macht sich das bereits seit Monaten andauernde niedrige Preisniveau durch volle Auftragsbücher bemerkbar. „Wir sind zufrieden“, sagt Georg Zander, Chef von Zander Brennstoffe in Brügge (Prignitz). Bereits im ersten Quartal habe das Unternehmen viel Heizöl verkauft, obwohl einige Kunden auf andere Energieträger wie Gas umgestellt hätten, erläutert Zander. „Der eine oder andere Kunde entschließt sich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder vollzutanken.“

Das betätigt sich bei Kitsch Brennstoffhandel in Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin). Die Firma beliefert auch den markt im Havelland und im Berliner Norden. „Aufgrund der niedrigen Preise werden die Tanks wieder voller gemacht“, sagt Chefin Heike Steiner. „Der August ist neben dem September erfahrungsgemäß ein starker Monat. Viele Kunden haben ihren festen Rhythmus.“ Medienberichte über die niedrigen Preise würden die Kundenanfragen zusätzlich befeuern, heißt es beim Brennstoffhändler Hoth in Brandenburg/Havel, der ebenfalls ein Nachfrageplus verzeichnet.

Der Bund der Energieverbraucher rät, den richtigen Zeitpunkt für den Heizölkauf abzupassen. „Verbraucher sollten den Markt genau beobachten“, sagt Vereinsvorsitzender Aribert Peters. Wie sich die Preise in den kommenden Monaten entwickeln, sei schwierig vorherzusagen. „2014 und 2015 haben die Preise zu Jahresende deutlich nachgegeben.“ Daraus lasse sich aber keine verlässliche Prognose für 2016 ableiten. Langfristig sei wieder mit einem Anstieg zu rechen. Laut Peters lohnt es sich nicht zwangsläufig, um den letzten Cent zu feilschen, da viele Anbieter im Gegenzug für Nachlässe Service-Kosten draufschlagen. Zudem warnt der Verbraucherschützer vor etwaigen Preiserhöhungen bei späterer Auftragserfüllung. „Es gilt der vereinbarte Preis – unabhängig davon, wann geliefert wird.“

Seit Juni fallende Preise an der Zapfsäule

Auch die Preise für Benzin haben sich mittlerweile wieder auf dem niedrigen Niveau von zu Jahresanfang eingepegelt – entgegen der sonst üblichen Entwicklung in der Sommerferienzeit.

Seit Anfang Juni dieses Jahres sind die Spritpreise kontinuierlich zurückgegangen, wie eine Analyse des Automobilklubs ADAC ergab.

1,265 Euro kostete der Liter Super E10 zuletzt im Durchschnitt laut ADAC. Das waren knapp 6,5 Cent weniger als Anfang Juni. Ein Liter Diesel kostete 1,063 Euro.

Von Bastian Pauly

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