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Niedrigste Quote seit Anfang der 1990er

Arbeitslosigkeit in Brandenburg sinkt Niedrigste Quote seit Anfang der 1990er

Die Arbeitsagentur hat für Oktober erneut positive Zahlen veröffentlicht. In Brandenburg ist die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen – und hat einen neuen Tiefststand seit dem Mauerfall erreicht. Der Leiter der Regionaldirektion, Bernd Becking, nannte die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der Hauptstadtregion „sehr zufriedenstellend“.

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Die Arbeitslosenquote in Brandenburg ist mit Stand Oktober erneut gesunken.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Arbeitslosigkeit in Brandenburg ist im Oktober weiter gesunken. Die Erwerbslosenzahl verringerte sich im Vergleich zum September um 2400 auf 96 307, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das ist die niedrigste Zahl seit 25 Jahren.

Damit lag die Quote bei 7,3 Prozent nach 7,5 Prozent im Vormonat und 8,0 Prozent vor einem Jahr. Brandenburg liegt in Ostdeutschland damit auf Platz drei hinter Thüringen (6,1 Prozent) und Sachsen (6,8 Prozent). Innerhalb von zehn Jahren habe sich die Arbeitslosigkeit nunmehr halbiert, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). „Wir verbuchen die niedrigste Quote seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang der 1990er Jahre. Das ist ein großer Erfolg gemeinsamer Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Sozialpartnern.“

Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt „sehr zufriedenstellend“

In Brandenburg waren im Oktober 20 233 offenen Stellen gemeldet, das waren 3058 mehr als ein Jahr zuvor. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der Hauptstadtregion nannte der Leiter der Regionaldirektion, Bernd Becking, „sehr zufriedenstellend“.

Das gelte tendenziell auch für arbeitslose Jugendliche. Im Oktober stieg deren Zahl nach Worten Beckings in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahresmonat jedoch um 490 auf 6500. Zugleich sank sie in Berlin um 1100 auf 13 300. „Unternehmen zeigen sich flexibel in ihrer Erwartungshaltung und investieren zunehmend in motivierte Jugendliche, um sie für den eigenen Betrieb fit zu machen“, sagte Becking.

Fachkräftemangel stellt Risiko für wirtschaftliche Entwicklung dar

Die Arbeitsagentur legte auch Zahlen für das Ausbildungsjahr 2015/16 vor. Demnach meldeten sich von Oktober 2015 bis September 2016 rund 14 500 Jugendliche mit Interesse an einem Ausbildungsplatz. Das waren 300 mehr als im Vorjahr (plus 2,1 Prozent). Deutlich gewachsen ist im selben Zeitraum das Angebot betrieblicher Ausbildungsstellen. Den Agenturen wurden 13 125 gemeldet, 1051 oder 8,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus sowie die Handwerkskammer Cottbus betonten, die Chancen auf Ausbildung und Arbeit für junge Menschen im Süden des Landes seien so gut wie nie zuvor. Für die Mehrheit der Firmen in Südbrandenburg sei der Fachkräftemangel derzeit das größte Risiko ihrer wirtschaftlichen Entwicklung, hieß es von der IHK.

Gegen Jugendarbeitslosigkeit muss weiter gekämpft werden

Brandenburgs Arbeitsministerin Diana Golze (Linke) warnte davor, im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit nachzulassen. „Noch immer finden viele junge Erwachsene in Brandenburg trotz Berufsausbildung keine Beschäftigung, denn eine abgeschlossene Ausbildung ist kein Garant für den Übergang auf einen anspruchsvollen Arbeitsplatz“, erklärte Golze.

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„Gerade junge Menschen, deren Abschlusszeugnisse schlechter sind, bedürfen – insbesondere wenn noch soziale und gesundheitliche Probleme hinzukommen - der Unterstützung.“ Das vom Land angebotene Programm „Einstiegszeit“ helfe durch eine passgenaue Qualifizierung beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf. Seit der Neuauflage des Programms im April 2015 hätten 1000 junge Menschen darüber eine Beschäftigung in einem Brandenburger Unternehmen gefunden.

Auch die Entwicklung in Berlin ist positiv

Die Arbeitslosigkeit in Berlin ist im Oktober ein weiteres Mal gesunken - auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 9,2 Prozent nach 9,4 Prozent im September. Vor einem Jahr lag sie noch bei 10,2 Prozent. Im Oktober waren in Berlin 172 006 Arbeitslose gemeldet, 3338 weniger als im September und 14 665 weniger als im Oktober 2015.

Im Ausbildungsjahr 2015/16 (Oktober bis September) stieg die Zahl der jugendlichen Bewerber um einen Ausbildungsplatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,0 Prozent auf 21 700. Ende September waren laut Arbeitsagentur noch 1700 Jugendliche in Berlin ohne Ausbildungsstelle.

Von Bernd Röder, dpa

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