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Niedrigzins gefährdet Altersvorsorge der Märker

MBS-Chef warnt vor Folgen Niedrigzins gefährdet Altersvorsorge der Märker

Die Sparzinsen sind niedrig. So niedrig, dass sie sogar die Altersvorsorge der Brandenburger gefährden. Die Anreize zum Sparen fehlen. Deshalb glaubt jeder zweite Märker nicht daran, dass die private Altersvorsorge etwas nützt. Trotzdem kann sich die Bank bisher nicht über mangelnde Sparfreude beklagen.

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Noch ist die Sparfreude der Märker nicht getrübt. Doch das könnte sich bei den niedrigen Zinsen ändern.

Quelle: dpa-tmn

Potsdam. Je niedriger die Sparzinsen, desto größer die Zweifel: Mehr als jeder zweite Brandenburger glaubt nicht daran, dass private Altersvorsorge überhaupt noch Sinn macht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Versicherungskonzerns Axa. Ein Lichtblick: Trotz der Skepsis legen die Brandenburger im Vergleich zu den anderen Ostdeutschen am meisten fürs Alter auf die hohe Kante: monatlich im Schnitt 268 Euro. Der Bundesschnitt liegt bei 257 Euro.

Anreize für Altersrücklagen fehlen

Der Frust sitzt tief, das weiß auch Andreas Schulz, Vorstands-Vorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS). „Viele meinen, es lohne sich wegen der niedrigen Zinsen nicht, überhaupt Geld fürs Alter zurückzulegen“, sagt er. Ein gefährlicher Trend: „Eigentlich ist das Gegenteil richtig: Man müsste die Anstrengungen bei der Vorsorge verdoppeln, da es momentan so gut wie keinen Zinseszinseffekt gibt, der beim Aufbau einer Altersvorsorge hilft.“ Es wäre verhängnisvoll, wenn die Bereitschaft zur privaten Altersvorsorge nachlassen würde, so Schulz. Die MBS begegne der Zurückhaltung beim Alterssparen mit einer intensiveren Beratung.

Trotzdem keine mangelnde Sparfreude

Dennoch kann sich die MBS mit Blick auf die Halbjahresbilanz nicht über mangelnde Sparfreude beklagen, im Gegenteil: Auf 9,2 Milliarden Euro belaufen sich die Spareinlagen. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz Zinstiefs um 117 Millionen Euro (plus 1,3 Prozent).

Kräftig gewachsen ist auch das Kreditgeschäft. Die Zusagen im ersten Halbjahr belaufen sich auf über 558 Millionen Euro (plus 10,6 Prozent), der Löwenanteil geht auf Immobilienkredite zurück. „Der private Wohnungsbau ist und bleibt der Renner“, sagte Schulz.

Von Torsten Gellner

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