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Noch immer Berliner Terror-Verletzte in Kliniken

Anschlag am Breitscheidplatz Noch immer Berliner Terror-Verletzte in Kliniken

Der Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche hat das Leben vieler Menschen verändert. Nach einem knappen halben Jahr werden noch bis zu 12 Verletzte in Kliniken behandelt, Überlebende und Angehörige kämpfen um die Rückkehr in die Normalität. Werden sie genügend unterstützt?

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Ein Bild des Grauens: Ein Lkw war im Dezember in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast.

Quelle: dpa

Berlin. Knapp sechs Monate nach dem Berliner Terroranschlag werden noch bis zu zwölf Verletzte in Krankenhäusern, Tageskliniken oder Reha-Einrichtungen behandelt. Das teilte der Opferbeauftragte Kurt Beck mit. Die Zahl ändere sich ständig. Einige der Betroffenen seien zwar wieder zu Hause gewesen, müssten dann aber erneut stationär betreut werden. Andere hätten sich erst später melden können. Die Bundesregierung hatte Beck als zentralen Ansprechpartner für Opfer und Hinterbliebene benannt.

Dem Berliner Senat ist dagegen nicht bekannt, ob noch Verletzte in Krankenhäusern liegen. Es gebe keine Rechtsgrundlage, um das zu erfragen, hieß es in der Gesundheitsverwaltung. Zudem müssten der Persönlichkeits- und der Datenschutz beachtet werden. Auch die Senatskanzlei und die Innenverwaltung hatten keine Informationen.

Anis Amri auf Flucht erschossen

Bei dem Anschlag am 19. Dezember war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem gekaperten Sattelschlepper auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Zwölf Menschen starben. Knapp 70 Menschen waren verletzt worden, etliche davon sehr schwer. Italienische Polizisten erschossen den Attentäter auf der Flucht.

Anis Amri hatte den polnischen Lkw zuvor gestohlen

Anis Amri hatte den polnischen Lkw zuvor gestohlen.

Quelle: dpa

Zentrale Anlaufstelle soll Hilfen besser koordinieren

Der Opferbeauftragte für Berlin, Roland Weber, sagte, die Behörden seien auf ein solches Ereignis strukturell nicht vorbereitet gewesen. Bislang mussten demnach alle Informationen von verschiedenen Stellen mühsam zusammengetragen werden. Nun zeichne sich ab, dass eine zentrale Anlaufstelle auf Landesebene für den Krisenfall eingerichtet werden soll. Damit könnten Angehörige und Verletzte schneller erreicht und Hilfen besser koordiniert werden.

Die Berliner Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen forderten in einem Antrag an das Abgeordnetenhaus eine solche Anlaufstelle sowie eine bessere Terrorabwehr. Zu hören war, dass das Parlament noch vor der Sommerpause darüber entscheiden könnte.

Vor der Berliner Gedächtniskirche brennen auch nach einem halben Jahr noch die Kerzen

Vor der Berliner Gedächtniskirche brennen auch nach einem halben Jahr noch die Kerzen.

Quelle: dpa

Aus der Innenverwaltung hieß es, Berlin wolle bei der nächsten Innenministerkonferenz mit den anderen Bundesländern und dem Bund über einen verstärkten Opferschutz und die Betreuung von Angehörigen beraten.

Fast eine Million Euro an Betroffene gezahlt

Ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung betonte, Berlin sei die einzige deutsche Stadt, in der es überraschende Notfallübungen mit Krankenhäusern gebe. Die Verwaltung sei dafür zuständig, dass Krankenhäuser für einen Terrorfall gewappnet seien.

Nach Angaben von Beck wurden bislang zwischen 800.000 Euro und einer Million Euro Direkthilfen aus unterschiedlichen Fonds an Betroffene gezahlt.

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In Berlin ist kurz vor Weihnachten ein Anschlag mit einem Lastwagen verübt worden. Ein tonnenschwerer Lkw fuhr auf den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben.

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Von Jutta Schütz

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