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Normalzustand nach „Xavier“ noch nicht in Sicht

Brandenburg nach dem Sturm Normalzustand nach „Xavier“ noch nicht in Sicht

Vier Tage nachdem Sturmtief Xavier in Brandenburg wütete, dauern die Aufräumarbeiten weiter an. Vor allem Bahnverbindungen, Parks und Straßen sind noch betroffen.

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Nach Xavier: Mitarbeiter der Bahn entfernen umgestürzte Bäume von den Gleisen bei Bötzow.

Quelle: dpa

Brandenburg. Die Auswirkungen des schweren Sturmtiefs „Xavier“ halten die Aufräumkräfte in Brandenburg weiter auf Trab: Vor allem bei der Bahn, in Parks und an Straßen mussten auch am Montag noch Schäden beseitigt werden. Am vergangenen Donnerstag hatte der Sturm Bäume wie Streichhölzer umknicken lassen. Zweige waren herumgeflogen, dicke Äste abgebrochen.

Landesstraßen sind im wesentlichen frei, auch wenn die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen seien, sagte Steffen Streu, Sprecher des Infrastrukturministeriums, auf Anfrage. Voraussichtlich ab Dienstag ist der Abschnitt auf der Landesstraße L22 zwischen Schönermark und Altlüdersdorf (Oberhavel) wieder befahrbar.

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Im ganzen Land entwurzelte Bäume, hunderte zerstörte Autos, viele beschädigte Straßen und Wege: Sturmtief „Xavier“ hat am 5. Oktober auch in Brandenburg gewütet. Wir zeigen die Bilder der Verwüstung.

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1000 umgestürzte Bäume in Südbrandenburg

Gesperrt bleibt voraussichtlich bis zum Wochenende noch die Landesstraße L12 in der Prignitz zwischen den Ortschaften Laaslich und Lenzersilge. Holz müsse immer noch beiseite geräumt werden. Nach einer ersten Bilanz waren in Südbrandenburg 800 bis 1000 Bäume umgestürzt, im Westen des Landes 600 und im Osten etwa 650.

Vier Tage nach dem Sturm ist seit Wochenbeginn die direkte Bahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin zumindest einseitig wieder frei. Um kurz nach 5 Uhr sei der erste Zug in Hamburg-Altona abgefahren, sagte ein Bahn-Sprecher am Montagmorgen.

In der Gegenrichtung von Berlin nach Hamburg leitet die Bahn dagegen weiter über Stendal und Uelzen um. Bis die Strecke wieder in beide Richtungen frei sei, könne es noch dauern, sagte der Sprecher. Insgesamt seien rund 1000 Kilometer der Bahninfrastruktur beschädigt worden.

Zahlreiche Masten beschädigt

Auf einem drei Kilometer langen Schienenabschnitt zwischen Schönwalde und Hennigsdorf (Oberhavel) waren beispielsweise nach dem Durchzug des Sturms 40 Pappeln auf die Schienen und Gleise gefallen. Dadurch wurden nach Angaben eines Bahnsprechers 20 Ausleger und Oberleitungsmasten beschädigt und zwei der etwa sechs Meter hohen Masten sogar durch fallende Bäume umgebrochen.

Mit einem Baufahrzeug fahren die Bahnmitarbeiter Meter für Meter der Strecke ab. Sie nehmen Stämme von den Gleisen auf, zersägen sie und deponieren sie zunächst an den Bahndämmen. Dann müssten die Oberleitungsmasten repariert werden. Wann die Strecke wieder frei ist, sei noch unklar, hieß es.

Auch Parks sind betroffen

„Schäden in dieser Intensität am Bahnstreckennetz sind eine große Herausforderung“, sagte der Sprecher. Betroffen sind nach den Angaben weiterhin die Strecke Cottbus-Berlin in beide Richtungen. Allein zwischen den Bahnhöfen Grünau und Königs-Wusterhausen waren sieben Masten umgebrochen.

Auch in den Parks der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg nähmen die Arbeiten noch einige Tage in Anspruch. Erst nach und nach könnten einige Anlagen wieder für Spaziergänger geöffnet werden, sagte Frank Kallensee, Sprecher der Stiftung. Mindestens bis Mittwoch bleibe noch der Neue Garten in Potsdam gesperrt, wo mindestens 80 Bäume umstürzten.

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Von MAZonline

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