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Brandenburg Obamas Badelatschen kommen aus Großbeeren
Brandenburg Obamas Badelatschen kommen aus Großbeeren
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00:25 08.06.2015
Trägt in Elmau womöglich Slipper aus Großbeeren: Barack Obama. Quelle: UPI POOL
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Potsdam

Regenschirme, Kaffeebecher, Badelatschen: Wenn die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten am Sonntag und Montag im bayerischen Schloss Elmau gastieren, um das ganz große Ganze der Weltpolitik zu diskutieren, dann geschieht dies mit dezenter Unterstützung aus Brandenburg. Die Accessoires, die Angela Merkel, Barack Obama oder François Hollande beim Frühstücken, am Pool oder in ihrem Badezimmer vorfinden, lagerten vor wenigen Tagen noch in Hochregalen in Großbeeren (Teltow-Fläming). Dort sitzt der Hotelerie-Ausstatter PAM Berlin, der sich auf die Bedürfnisse von Luxusrefugien wie dem Fünf-Sterne-Ressort in Elmau spezialisiert hat.

„Der Kontakt zu Schloss Elmau besteht schon seit vielen Jahren, da war von dem Gipfel noch keine Rede“, sagt Paul Möllemann-Breitenfeld. Er hat das Unternehmen 1981 gegründet, in Westberlin. Schon damals hatten seine Kunden klangvolle Namen wie KaDeWe oder Kempinski. Vor fünf Jahren zog er mit seinem inzwischen zu groß gewordenen Lager nach Großbeeren. „Unsere Nische ist die Individualisierung von Accessoires. Das schätzen die Hotels, das spricht sich in der Branche herum“, sagt der 60-Jährige.

Servietten, Zuckertütchen und Slipper für Pool und Dusche: Die Accessoires für den G7-Gipfel stammen aus Großbeeren. Quelle: PAM Berlin

Auch mit politischen Großgelagen hat der Unternehmer Erfahrung. 2007 stattete er bereits den Gipfel in Heiligendamm aus, als die damals acht Staatenlenker gut abgeschottet vor der Öffentlichkeit im Ostseebad tagten. Die Waren für den Elmauer Gipfel wurden vor mehr als einer Woche von Großbeeren aus auf den Weg gebracht. Manches davon – die Tragetaschen oder Lederuntersetzer – hat das Schloss seit Längerem im Programm. Anderes wie der Pappkaffeebecher für das Heißgetränk zum Herumtragen haben die bayerischen Hoteliers extra für den Gipfel geordert. „Vermutlich geht Barack Obama gerne mal mit einem Kaffee in der Hand spazieren“, mutmaßt der Lieferant.

Wenn in Elmau jedoch eine akute Versorgungskrise ausbrechen würde, könnten Möllemann-Breitenfeld und sein Team noch eingreifen. „Sollten sie für den Gipfel noch Zuckertüchten brauchen, kein Problem. Wir müssten das aber natürlich mit dem Flugzeug machen“, sagt er.

Firmengründer Paul Möllemann-Breitendfeld. Quelle: PAM Berlin

Gegen Fehltritte auf dem diplomatischen Parkett kann der Großbeerener Unternehmer indes nichts ausrichten. Wohl aber versucht er, mit trittsicheren Badelatschen Ausrutscher in der Nasszelle zu verhindern. „Unsere Room-Slipper haben eine besondere, patentierte Sohlenausstattung“, erklärt Möllemann-Breitenfeld die Vorzüge des womöglich präsidialen Schuhwerks. „Sie sind rutschhemmend, das ist mehrfach zertifiziert.“

Ob die Regenschirme, Täschchen und Anti-Beschlag-Brillenputztücher am Ende gar eine friedensstiftende Wirkung entfalten? So weit würde Möllemann-Breitenfeld nicht gehen. „Die Produkte können dazu beitragen, dass auf Schloss Elmau ein Wohlfühlklima entsteht“, sagt er. „Aber ob die Politiker kluge und weise Entscheidungen treffen, hängt sicher nicht von den Zuckertütchen und Slippern ab.“

Von Torsten Gellner

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