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Brandenburg Oberst Arendt übergibt an seinen Nachfolger
Brandenburg Oberst Arendt übergibt an seinen Nachfolger
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20:24 21.03.2016
Oberst Peter Arendt Quelle: Detlev Scheerbarth
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Potsdam

Der Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, Oberst Peter Arendt, tritt ab. Der 62-Jährige geht nach knapp sechs Jahren an der Spitze des Kommandos in den Ruhestand. Er hatte die Arbeit der Truppe in den vergangenen sechs Jahren maßgeblich geprägt und war in Sachen Katastrophenschutz der direkte Ansprechpartner der Landesregierung. Am heutigen Dienstag überträgt Generalmajor Jürgen Knappe vom Kommando Territoriale Aufgaben die Verantwortung von Oberst Arendt an dessen Nachfolger, Oberst Olaf Detlefsen.

22000 Soldaten im Einsatz

Das Landeskommando ist Partner der Landesregierung, wenn es um mögliche Unterstützungsleistungen durch die Truppe geht – etwa im Katastrophenfall. Das Elbhochwasser 2013 bezeichnet Arendt im Nachhinein als den „Lackmustest“ für ihn und seine Soldaten. „Damals hat sich gezeigt, dass das Konzept Landeskommando hervorragend funktioniert“, sagt Arendt. Die Kooperation mit den benachbarten Landeskommandos in Sachsen und Sachsen-Anhalt habe reibungslos funktioniert. „Wir waren der Welle immer ein Stück voraus.“ 21 000 Soldaten waren damals deutschlandweit im Einsatz, größere Katastrophen konnten in Brandenburg verhindert werden.

Lob für Peter Struck: „Das war ein richtiger Typ“

Peter Arendts militärische Laufbahn begann 1974, als er im ostfriesischen Leer in die Bundeswehr eintrat. An der Bundeswehruniversität Hamburg studierte er Pädagogik, später stieg er zum Kommandeur eines Panzergrenadierbataillons auf. Der vorläufige Höhepunkt seiner Karriere: 2001 bis 2005 arbeitete er im Leitungsstab des Verteidigungsministeriums. Von seinem damaligen Chef, Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), zeigt er sich noch heute beeindruckt. „Das war ein richtiger Typ, ein herausragender Mensch“, erinnert sich Arendt. „Sein überraschender Tod ist mir sehr nahe gegangen.“

Rückzug aus der Flüchtlingshilfe

Auch bei den immer wieder kehrenden Waldbränden auf ehemaligen Militärflächen und gegenwärtig in der Flüchtlingshilfe sind die Soldaten des Landeskommandos gefragt. Letzteres wird sich in den kommenden Wochen aber wohl ändern, da die Flüchtlingszahlen zurückgegangen sind. „Wenn es keine gravierende Lageveränderung gibt, werden wir uns ab Sommer zurückziehen“, kündigt Oberst Arendt an. „Wir können aber jederzeit wieder voll einsteigen.“

Den bevorstehenden Ruhestand will er für sein Hobby Golfspielen nutzen – und für ausgiebige Reisen mit seiner Frau. „Ich möchte Deutschland einmal umrunden“, sagt er. „Es gibt so viele unbekannte Orte, die es bestimmt zu entdecken lohnt“.

Oberst Detlefsen übernimmt das Kommando

Der neue Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, Oberst Olaf Detlefsen, war zuletzt Unterabteilungsleiter im Kommando Luftwaffe in Gatow. Er löst Oberst Peter Arendt ab, der in den Ruhestand geht.

1980 begann Detlefsen seine militärische Laufbahn mit der Grundausbildung in der Luftwaffe. Er wurde in Kalifornien zum Waffensystemoffizier ausgebildet, war später unter anderem als Einsatzoffizier und Staffelkapitän tätig.

2010/11 war er als Leiter der Planungsabteilung im Auslandseinsatz im ISAF-Hauptquartier in Kabul.

Detlefsen wurde 1961 in Berlin geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Von Torsten Gellner

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